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Förderverein enthüllt zum Saisonstart zwei Ausstellungsvitrinen / Bereits Kalender für 2016 erhältlich

Wasserturm lockt mit Geschichte

So funktioniert der Wasserturm: Karl-Dietrich Laffin stellt Landrat Bodo Ihrke, Arnold Kuchenbecker und Bürgermeister Friedhelm Boginski (von links) die neue Ausstellung vor.
So funktioniert der Wasserturm: Karl-Dietrich Laffin stellt Landrat Bodo Ihrke, Arnold Kuchenbecker und Bürgermeister Friedhelm Boginski (von links) die neue Ausstellung vor. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 03.04.2015, 21:05 Uhr
Eberswalde (MOZ) Für den Wasserturm Finow hat am Karfreitag die neue Saison begonnen. Bereits am Donnerstag waren zwei zusätzliche Schauvitrinen enthüllt worden, die über die Geschichte des Ortsteiles und die Funktionsweise des einstigen Speichers informieren.

Das Finower Wahrzeichen wird ehrenamtlich betrieben. Dafür zeichnet der Förderverein für den Finower Wasserturm und sein Umfeld verantwortlich, der 31 Mitglieder hat und seit knapp einem Jahr von Heiko Schult geleitet wird. Der langjährige Vorsitzende Arnold Kuchenbecker hatte sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen, nimmt aber noch immer regen Anteil an allem, was mit und am 1917/18 errichteten Wasserturm geschieht. Und so war das Finower Urgestein auch zur Ausstellungseröffnung gekommen - wie etliche weitere Vereinsmitglieder, Barnims Landrat Bodo Ihrke und Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski, die beide den gelungenen Generationswechsel würdigten.

Die neue Ausstellung in der bisher eher stiefmütterlich behandelten zweiten Etage des 50 Meter hohen, 1964 als Wasserturm stillgelegten Baudenkmals ist zweigeteilt. "Wir informieren zum einen über die Entstehungsgeschichte von Finow vor knapp 90 Jahren, als die Dörfer Heegermühle und Messingwerk sowie die Gutsbezirke Eisenspalterei und Wolfswinkel zu einer Gemeinde zusammengeschlossen wurden", berichtet Heiko Schult. Zum anderen werde erklärt, wie sich mit dem Turm der Wasserbedarf der Kupfer- und Messingwerke AG decken ließ. Dies erfolgte unter anderem durch einen Behälter, der ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmeter hatte.

Die Exponate für die Schau hat Karl-Dietrich Laffin zusammengestellt, der für seine Verdienste um den Förderverein sowie als Vorsitzender des Eberswalder Kulturbundes von der Stadt kürzlich als ein Ehrenamtler des Jahres 2014 geehrt worden war. "Ich glaube, der Aufwand, in alten Schubladen Gefundenes und Leihgaben zu sichten und aufzuarbeiten, hat sich gelohnt", sagt der Kurator. Wer sich für die Historie Finows begeistere, gewinne frische Einsichten.

Der Erwerb der beiden Vitrinen sei durch die 1500 Euro möglich geworden, die dem Verein aus Zweckerträgen des PS-Lotteriesparens der Sparkasse Barnim zur Verfügung gestellt wurden, teilte Heiko Schult mit, der hofft, dass in der aktuellen Saison, die bis nach den Herbstferien andauert, die Besucherzahlen von 2014 wenigstens wieder erreicht werden. Damals hatte der Verein alles in allem 3000 Eintrittskarten verkauft. Wieder werden die Öffnungszeiten ausschließlich ehrenamtlich abgesichert. Einen Unterschied zu den Vorjahren aber gibt es: Der Finower Wasserturm, in dem 262 Stufen oder ein Fahrstuhl zur Aussichtsplattform hinaufführen, kann nur noch freitags, sonnabends, sonntags und feiertags jeweils von 10 bis 17 Uhr besichtigt und bestiegen werden. "Auf den Mittwoch als Öffnungstag haben wir schweren Herzens verzichtet, weil er kaum angenommen wurde", sagt der Vorsitzende.

Der Eintritt kostet unverändert drei Euro pro Erwachsener. Schüler, Auszubildende und Studierende kommen für einen Euro hinein und hoch. Kinder unter sechs Jahren zahlen nichts. Geschäftstüchtig hat der Verein bereits einen Kalender für 2016 anfertigen lassen, der mit Fotos und Texten den Wasserturm und die Umgebung huldigt. Für das Layout zeichnet Dietmar Schröter verantwortlich, für die Wortbeiträge Karl-Dietrich Laffin. Beide haben Fotos beigesteuert. Der Erlös fließt in die Unterhaltung.

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