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Westender Bildungsstätte holt Titel / Preisgeld fließt in den Erwerb von Kinderliteratur

Brandenburgs beste Schulbibliothek

Alltag in der Lesestube: Robert Glapiak lässt sich von Lehrerin Anka Rahn ein Buch empfehlen.
Alltag in der Lesestube: Robert Glapiak lässt sich von Lehrerin Anka Rahn ein Buch empfehlen. © Foto: Sören Tetzlaff
Sven Klamann / 19.06.2015, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Jubel an der Karl-Sellheim-Schule: Die Büchersammlung der vom Kreis Barnim getragenen Bildungsstätte im Stadtteil Westend ist zur besten Schulbibliothek des Bundeslandes gekürt worden. Der mit 500 Euro dotierte Titel wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft der Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg vergeben, der diesmal 15 Bewerbungen vorgelegen hatten. "Von dem Preisgeld wollen wir neue Kinderliteratur anschaffen", kündigt die Deutsch- und Kunstlehrerin Anka Rahn an, die Brandenburgs Schulbibliothek des Jahres 2015 leitet und dabei seit fünf Jahren von Stefanie Steindorf sowie neuerdings auch von Christel Schulz unterstützt wird, die helfen, die Öffnungszeiten abzusichern. Die Jury hat vor allem bewertet, wie die Bibliothek in den Schulalltag und in den Unterricht eingebunden wird. "Dabei standen die Vermittlung von Lese-, Recherche und Informationskompetenzen an die Schüler im Fokus", sagt Anka Rahn.

Die Bibliothek der Karl-Sellheim-Schule trägt den Namen des Schriftstellers und Theaterregisseurs Boris Pfeiffer, der als Autor der Kinderbuchreihen "Die drei Fragezeichen" und "Das Wilde Pack" bekannt geworden ist, aber zum Beispiel auch schon Stücke für das Grips-Theater in Berlin, das Nationaltheater Mannheim oder das Schauspielhaus Zürich inszeniert hat. Boris Pfeiffer kommt regelmäßig zu Lesungen in die Schule - wie andere Autoren auch. Die etwa 7000 Medien werden nicht nur von den 650 Schülerinnen und Schülern sowie den 65 Lehrkräften genutzt. Auch die Mädchen und Jungen aus der nahe gelegenen Kita Zaubernuss gehören zu den Stammgästen. Und es gibt einen Kooperationsvertrag mit der Stadtbibliothek, deren knapp 9000 Kinder- und Jugendbücher, 1800 Hörbücher, 370 elektrische und 320 Gesellschaftsspiele nicht zu toppen sind. Zwischen den beiden Leihbüchereien pendelt ein Bücherrucksack hin und her, der den Westender Schülerinnen und Schülern regelmäßig frischen Lesestoff bietet. Zur Zusammenarbeit gehört des Weiteren der Austausch über Lesungen und Buchempfehlungen. Für den 30. Juni ist der nächste Besuch einer Delegation der Bildungsstätte in der Stadtbibliothek verabredet: Die Siebt- bis Neuntklässler recherchieren innerhalb ihrer Schulprojektwoche dann zum Thema Toleranz.

Sonderpreise gingen in diesem Jahr an die Grundschule am Waldrand in Schwedt und an die Grundschule Rüdersdorf.

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