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Karl-Heinz Wendorff war einst Fernsehmoderator und tritt noch heute mit der Schnuffishow auf

Ein Leben für die Hunde

Hunde sind seine Leidenschaft: Karl-Heinz Wendorff in Gesellschaft der Jack-Russel-Terrier Paula und Bella-Marie.
Hunde sind seine Leidenschaft: Karl-Heinz Wendorff in Gesellschaft der Jack-Russel-Terrier Paula und Bella-Marie. © Foto: MOZ
Caroline Zecher / 03.10.2015, 07:45 Uhr
Trampe (MOZ) Die Kindersendung "Medizin nach Noten" war nur ein Format im DDR-Fernsehen, das Karl-Heinz Wendorff moderiert hat.  Auch als Sportkommentator war er aktiv. Nach der Wende hat der 68-Jährige sein Leben Hunden gewidmet und tritt als Carl von Breydin auf.

An einem Tisch mit frisch aufgebrühtem Kaffee und Kirsch-Streusel-Kuchen sitzen Karl-Heinz Wendorff und seine Frau Dagmar in ihrer persönlichen Oase in Trampe. "Ich habe 33 Jahre in Berlin gelebt, vor 17 Jahren wollte ich wieder zurück in die Heimat", erzählt der  68-Jährige.

Im Sommer absolvierte Wendorff, der unter dem Künstlernamen Carl von Breydin auftritt, mehr als 25 Auftritte. "Der Künstlername ist eine Hommage an meine Heimat."

Wendorff kann auf eine beachtliche Karriere als Moderator, zum Beispiel der Sendung "Medizin nach Noten" im DDR-Fernsehen, und als Sportkommentator zurückblicken. "Ich muss nicht mehr auftreten, aber ich mache es, weil ich Spaß daran habe", sagt Wendorff.

Auch zum Interview trägt er seine Auftrittskleidung: eine schwarze Hose, ein weißes Hemd und eine schwarze Lederweste, dazu ein roten Halstuch. Als Wendorff seine Hunde aus dem Haus holt, tollen sie um ihn herum und genießen den Auslauf. Die "mopsfidele Rasselbande" turnt ohne Anleitung auf den kleinen Stühlen und balanciert über das Gerüst. Liebevoll kümmern sich Dagmar und Karl-Heinz Wendorff um ihre Hunde.

Dagmar und Karl-Heinz Wendorff lernten sich vor 40 Jahren in Berlin kennen. "Unsere beiden Kinder haben nach Hunde gefragt", erzählt Wendorff aus der Zeit, in der die Familie in Berlin-Marzahn lebte. Für Tochter Nadine gab es dann einen Malteser und Sohn Jean-Paul bekam einen Yorkshire Terrier. "Wie es so ist, habe ich mich mit den Hunden oft mehr beschäftigt als die Kinder. Ich habe bemerkt, dass die Tiere balancierten oder hüpften." Deswegen integrierte sie der 68-Jährige in seine Arbeit. Hinzu kamen nach und nach ein chinesischer Schopfhund, ein Chihuahua und Möpse. Seit Ende der 1970er-Jahre trat Wendorff mit der Wendy-Show, einer Art Kindertheater auf, ab 2009 nahmen die Hunde ein wichtige Rolle in der Barnekes Sportparty ein. "Damit wollten wir Kinder motivieren, Sport zu machen."

Zeitweise waren es zehn Hunde bei Familie Wendorff. Heute leben noch vier Möpse, namens Bubi, Ferry, Dolli und Bibi, sowie zwei Jack Russel Terrier, namens Paula und Bella-Marie auf der "Schnuffiranch" in Breydin. Wendorff nennt sie die mopsfidele Rasselbande. "Hunde sind unsere große Liebe", sagt der 68-Jährige. Mittlerweile tritt der ehemalige Moderator mit "Mops & Co  die Schnuffishow" auf. "Das ist kein Zirkus mehr, sondern mehr ein Streichelzoo." Damit geht es zum Beispiel in Seniorenheime. "Viele ältere Menschen freuen sich über die Hunde."

Vor zwei Jahren lernte Karl-Heinz Wendorff die siebenjährige Sängerin Sissi in der Sendung "Musikantenkrug" kennen. "Ich bin mit meiner Mopsfreundin Bibi dort aufgetreten", erzählt der 68-Jährige. "Sissi war sofort begeistert von dem Hund."

Als Carl von Breydin komponierte er dann für Sissi das Lied "Paula, mein kleiner Superstar". "Wir haben auch ein Musikvideo dazu gedreht." Dieses wurde im Internet veröffentlicht und wurde mehr als eine halbe Million Mal aufgerufen. Auf einer CD wurde "Paula, mein kleiner Superstar" sowie ein von Wendorff geschriebenes und eingesprochenes Hörbuch über das Kennenlernen der beiden.

Wendorff hat bereits eine Autobiografie geschrieben. Bis Dezember soll das zweite Buch "Paula und die mopsfidele Rasselbande" fertig sein. "Mit den Geschichten möchte ich in Krankenhäuser gehen und dort daraus vorlesen", wünscht sich Wendorff. "Ich lese die Geschichten, die Hunde können gestreichelt werden und damit möchte ich Freude bringen."

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