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Ein Mast wächst in die Höhe

Nicht zu übersehen: Der Mast an der Drehnitzstraße (Foto) soll die Funkstation am Feuerwachturm ablösen.
Nicht zu übersehen: Der Mast an der Drehnitzstraße (Foto) soll die Funkstation am Feuerwachturm ablösen. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Simon Rayß / 05.12.2015, 07:16 Uhr
Eberswalde (MOZ) "Was hat ein Funkmast im Wohngebiet zu suchen?" Diese Frage hat die MOZ-Redaktion von einem Leser erreicht, der in Westend wohnt. Genau genommen unweit der Drehnitzstraße, an der besagter Funkmast in diesen Tagen in die Höhe wächst. Der Leser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, ist besorgt - nicht nur ums Stadtbild.

Die Deutsche Telekom bestätigt, einen neuen Mast in der Stadt zu errichten. "Da die bestehende Mobilfunkstation am alten Feuerwachturm nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach, haben wir uns für einen Neubau entschieden", sagt Pressesprecher Georg von Wagner. Er werde 40 Meter hoch und Mobilfunkdienste wie UMTS, LTE und GSM anbieten. Im Januar 2016 soll er fertig werden. "Eine Baugenehmigung liegt selbstverständlich vor", so der Telekom-Sprecher.

Das bestätigt auch die Stadt. "Die Baugenehmigung wurde im Jahr 2014 erteilt", sagt Verwaltungssprecherin Nancy Kersten. "Ein Unternehmen der Deutschen Telekom GmbH ist Antragsteller des Funkmastes." Laut Bauantrag von 2013 soll dadurch die Telekommunikationsleistung im Territorium verbessert werden. Der Mast stehe mit seinem kreisförmigen Grundriss von etwa einem Meter auf einer gewerblich genutzten Baufläche mit Einhaltung der baulichen Abstandsflächen.

Doch dem besorgten Leser geht es auch um die Gesundheit der Anwohner. In dieser Hinsicht enthält die Baugenehmigung laut Nancy Kersten gleich zwei Bescheinigungen: zum einen die Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur/Regulierungsbehörde. Diese weist nach, dass der Schutz von Personen in den elektromagnetischen Feldern gewährleistet ist, die durch die Funkanlage entstehen. Zum anderen liege eine immissionsschutzrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung bei, die das Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ausgestellt habe.

Bei der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG) ist man vorsichtig, was die Schädlichkeit derartiger Funkmasten angeht. Diese sei umstritten, erklärt GLG-Sprecher Andreas Gericke. Man könne weder sagen, dass davon Gefahren für die Gesundheit ausgehen, noch dass keine davon ausgehen. "Es ist einfach noch nicht ausreichend untersucht", konstatiert der Unternehmenssprecher.

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