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Schulsozialarbeit nimmt Spitzenplatz ein

 Wolfgang Seelbach
Wolfgang Seelbach © Foto: MOZ/Rachner
08.01.2016, 17:30 Uhr
Havelland (red/pat) Schulsozialarbeit etabliert sich weiter: Die seit Jahren andauernde Kampagne des Kreisschulbeirates Havelland im Verbund mit dem Landeselternrat (LER) sowie weiteren Akteuren hat laut Angaben von Wolfgang Seelbach, Sprecher des LER, gefruchtet. So konnte im Havelland auch aufgrund von politischer Zustimmung nach hartem Ringen die Stellenanzahl von 7 auf 14 verdoppelt werden. Damit nimmt das Havelland brandenburgweit einen Spitzenplatz ein, schließlich wurde in keinem anderen Kreis die Aufstockung des Personalkostenprogramms so gut aufgenommen, wie Seelbach gegenüber dieser Zeitung meinte.

Die 17 Sozialarbeiter an havelländischen Schulen verteilen sich auf die 14 Vollzeitstellen.Nachdem die Förderung zusätzlicher Stellen durch das Land im rot-roten Koalitionsvertrag Eingang gefunden hat, konnten 2015 landesweit 43 neue Stellen in der Schulsozialarbeit geschaffen werden. Seit 2012 ist die Schulsozialarbeit von 168 über 179 (2013) und 172 (2014) auf 201 Stellen (2015) gewachsen.

Und sonst? In seinem Jahresrückblick zur Bildungspolitik generell hat Landeselternsprecher Seelbach eine insgesamt positive Bilanz gezogen. "2015 wurden endlich mehr Stellen für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit eingerichtet, die auf eine Verbesserung der Unterrichtsqualität und weniger Unterrichtsausfall beziehungsweise besseren Vertretungsunterricht hoffen lassen". Seiner Meinung nach hätten sich zudem die inklusiven Pilotschulen bewährt. Er zeigte sich froh darüber, dass die Teilhabe weitergeführt wird. Zudem seien die "anfänglichen Fehler des Bildungsministeriums korrigiert worden indem Ganztagskonzepte wieder genehmigt und wertvolle außerschulische Projekte wieder unterstützt werden".

Aber: "In Einzelfällen kommt es jedoch immer wieder zu dramatischen Unterrichtsausfällen. Nach wie vor fehlen Sonderpädagogen und Lehrkräfte für Mangelfächer und Deutsch als Zweitsprache. Angesichts des ausgedünnten Lehrkräftemarktes wird es in Zukunft schwerer werden, alle vorhandenen Stellen qualifiziert zu besetzen", so Seelbach.

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