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Fraktion WIW/WpS legt Antrag vor

Eltern lehnen Steinschule als Alternative ab

Kai-Uwe Krakau / 30.04.2016, 05:15 Uhr
Werneuchen (MOZ) Die "Steinschule" in Werneuchen könnte für den Unterricht genutzt werden - dagegen regt sich Widerstand. Die Fraktion WIW/WpS legte zudem einen neuen Antrag vor.

Noch scheint die Diskussion um den Alternativstandort etwas verfrüht, denn bisher weiß niemand, wie viele Mädchen und Jungen zum Schuljahr 2016/17 in die Grundschule im Rosenpark aufgenommen werden. "Die letzten Gespräche werden an der Bildungseinrichtung am 2. Mai geführt", sagt Bürgermeister Burkhard Horn. Die "theoretische Schallmauer", so formuliert es der Verwaltungsleiter, liege bei 84 Schülern. Werde diese Zahl deutlich überschritten, müssten vier 1. Klassen eingerichtet werden. Die Folge: Der Grundschule fehlt ab 2017 ein Raum für den Unterricht. Als Ausweichstandort schlägt die Stadt Werneuchen, sie ist Träger der Einrichtung, die Bibliothek im Erdgeschoss des früheren Grundschulgebäudes im Zentrum vor. Dort könnten nach Vorstellungen aus dem Rathaus drei Räume geschaffen werden. Eine 1. Klasse sollte dann an der Schulstraße 2 ihren gesamten Unterricht erhalten. Allerdings war bisher unklar, wie die Mädchen und Jungen am Nachmittag in den Hort kommen.

Die Variante scheint bei Eltern, und wohl auch bei den Lehrern, auf wenig Sympathie zu stoßen. "Die Elternsprecherkonferenz hat sich gegen die Steinschule ausgesprochen", sagte Nicole Buchert in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Sozialausschusses. Die Organisation sei schwierig, zudem platzten die Horträume aus allen Nähten. Eine weitere Mutter forderte, dass die Stadt "vernünftig investieren" sollte. Dies wäre auch im Hinblick auf einen weiteren Zuzug von Familien wichtig, sagte sie.

"Die Bedingungen sind so, dass ein ordnungsgemäßer Unterricht möglich ist", sagte Bürgermeister Horn. Für die erforderlichen Arbeiten in der Steinschule lägen erste Kostenschätzungen. Eine Kreditaufnahme sei nicht notwendig, betonte der Linken-Politiker. Horn räumte organisatorische Probleme ein, diese wären jedoch lösbar. Die Stellungnahme der Schule sei "im Hinterkopf präsent". Leiterin Heike Hansch war ebenfalls zur Sitzung gekommen, äußerte sich aber nicht.

Die Fraktion WIW/WpS will unterdessen die Verwaltung beauftragen, eine Erweiterung der Grundschule um den Standort Steinschule zu prüfen. Sie will unter anderem wissen, wie hoch die baulichen Kosten eines solchen Vorhabens sind und welche Bedenken die Lehrer, Schüler und Eltern haben. Die Ergebnisse sollen in der Sitzung des Ausschusses am 20. Juni vorgelegt werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Über die Vorlage entscheidet die Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai endgültig.

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