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Kantschule erneut stark nachgefragt

Die Immanuel-Kant-Gesamtschule in Falkensee ist weiterhin beliebt. Das zeigen die Bewerberzahlen erneut deutlich.
Die Immanuel-Kant-Gesamtschule in Falkensee ist weiterhin beliebt. Das zeigen die Bewerberzahlen erneut deutlich. © Foto: Schulz
Silke Schulz / 15.05.2016, 00:05 Uhr
Falkensee (MOZ) Für die Kantschule als einzige Gesamtschule der Stadt Falkensee liegt auch in diesem Jahr mit 236 Bewerbern die Nachfrage weit über der Aufnahmekapazität von 168 Plätzen.Diese Situation hat auch Einfluss auf den Hortbereich.

"Erstwunsch Kantschule" - so lautete die Aussage bei rund 50 Prozent der Sechstklässler beim Übergangsverfahren in die weiterführenden Schulen.

Damit liegt die Gesamtschule, die neben der Ganztagsbetreuung ein Abitur nach 13 Schuljahren bietet und schon jetzt relativ hohe Klassenfrequenzen aufweist, gegenüber den restlichen weiterführenden Schulen der Stadt weit vorne.

Zwar ist das Lise-Meitner-Gymnasium ebenfalls gut nachgefragt - hier stehen 124 Interessenten einer Kapazität von 112 Plätzen gegenüber -, beim Vicco-von-Bülow-Gymnasium dagegen wären von den ebenfalls 112 Plätzen nach dem jetzigen Stand nur 80 belegt. Die Oberschule Falkensee haben nur 39 Schüler als Erstwunsch angegeben.

"Es ist ärgerlich, dass wir nur eine einzige Gesamtschule haben - dadurch haben wir Probleme im Hortbereich", erklärte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) kürzlich im Bildungsausschuss.

Sämtliche Hort-Einrichtungen in städtischer Trägerschaft sind auf Ausnahmegenehmigungen für Kapazitätserweiterungen angewiesen. So besuchen derzeit 220 Kinder den Geschwister-Scholl-Hort, der regulär nur eine Aufnahmekapazität von 212 Plätzen aufweist. Der Hort der Erich-Kästner-Schule ist sogar mit 32 Kindern überbelegt, am Gutspark sind es 35 Schüler, für die es einer Ausnahmegenehmigung bedarf. Besonders gravierend ist die Lage im Hort der Lessingschule, der mit einer Ausnahmegenehmigung für 132 Kinder arbeitet, sowie in der Finkenkruger Holbeinstraße.

"Das Hortthema bereitet uns Sorgen. Wir haben gleichbleibend starke Schülerzahlen, aber die Inanspruchnahme von Hortplätzen - auch im Hinblick auf den Umfang der Betreuungszeiten - steigt ständig. Das ist ein Phänomen, und wir müssen überlegen, wie wir erweitern", so Müller.

Im Gespräch darüber ist neben dem ehemaligen Kita-Gebäude in der Holbeinstraße, das nach der Sanierung Platz für 200 Kinder bieten soll, auch eine Erweiterung der Einrichtung in der Ruppiner Straße. Die Problematik betrifft im Übrigen nicht den Kita-Bereich. Dort und auch in den Grundschulen der Stadt ist das Verhältnis zwischen Kapazität und Belegung ausgeglichen.

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