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Ganz in Rot: Die Neuzugänge Selina Grosch, Monika Sinka, Erika Szuh und Celine Dey (von links) freuen sich auf die kommende Zweitliga-Saion mit Blau-Weiss Hohen Neuendorf.
Ganz in Rot: Die Neuzugänge Selina Grosch, Monika Sinka, Erika Szuh und Celine Dey (von links) freuen sich auf die kommende Zweitliga-Saion mit Blau-Weiss Hohen Neuendorf. © Foto: MZV/Jürgen Zinke
Jürgen Zinke / 25.07.2016, 08:00 Uhr
Hohen Neuendorf (OGA) Sie sind jung, hübsch und nett. Und sie können auch noch gut Fußball spielen. Das jedenfalls erhoffen sich die Verantwortlichen von Blau-Weiss Hohen Neuendorf von ihren Neuzugängen. Vier davon stellte der Zweitligist am vergangenen Freitag auf dem Sportplatz an der Niederheide vor. Und es sollten noch nicht die letzten Verstärkungen sein.

Getreu dem Motto "Des einen Freud ist des anderen Leid" ist zunächst einmal ein Quartett vom 1. FC Lübars offiziell in Hohen Neuendorf präsentiert worden.

Die Vorgeschichte: Blau-Weiß Hohen Neuendorf hatte in der zurückliegenden Saison der Zweiten Frauen-Bundesliga Nord nach dem letzten Spieltag den drittletzten Rang belegt und musste damit in die Abstiegsrelegation gegen den SV 67 Weinberg aus der Südstaffel. Das Hinspiel in Mittelfranken wurde sang- und klanglos mit 1:7 verloren, zu Hause gab es ein 3:3-Unentschieden. Hohen Neuendorf war damit in die Regionalliga abgestiegen. Und in diese Richtung gingen dann auch die Planungen.

Doch es folgte eine Überraschung, und damit wirkte der oben genannte Spruch. Denn der 1. FC Lübars, in der Meisterschaft Staffel-Kontrahent von Blau-Weiss und zum Saisonschluss auf Rang fünf, musste nach wirtschaftlichen Engpässen seine Mannschaft aus der Zweiten Bundesliga abmelden. Für Hohen Neuendorf bedeutete dies den Klassenerhalt. Und die Vorbereitungen auf die neue Saison 2016/2017 mussten urplötzlich in eine ganz andere Richtung gehen.

So kam es, dass man sich um Spielerinnen aus Lübars, im Norden von Berlin unweit von Hohen Neuendorf gelegen, bemühte, beziehungsweise sich Akteure von dort für Hohen Neuendorf interessierten. "Wir bedauern natürlich die Entwicklung in Lübars und wünschen dem Verein, dass es dort wieder aufwärts geht. Aber natürlich profitieren wir auch von dieser Tatsache", sagte der Stellvertretende Vereinsvorsitzende von Blau-Weiss Hohen Neuendorf, Oliver Zabel, am Freitag bei einem Pressegespräch.

Zunächst konnten mit der 20-jährigen Celine Dey (Innenverteidigung), der 26-jährigen ungarischen Nationalspielerin Erika Szuh (Sturm/Mittelfeld), der 19-jährigen Selina Grosch (Mittelfeld/Sturm) und der 26-jährigen Rückkehrerin Monika Sinka (Rechtes Mittelfeld) vier ehemalige Lübarserinnen vorgestellt werden, die definitiv spielberechtigt sind. "Lübars ist jetzt Vergangenheit,so schmerzlich das auch für den Verein ist. Ich denke jetzt nicht mehr daran. Ab jetzt geht es um Hohen Neuendorf. Und da will ich mein Bestes geben", meinte Celine Dey. Und Erika Szuh ergänzte: "Das Leben geht weiter. Es ist schade für Lübars. Aber wir sind hier in Hohen Neuendorf sehr gut aufgenommen worden, die Mädels sind nett. Wir freuen uns auf die Saison."

Im Laufe des Wochenendes gab es dann noch für fünf weitere Spielerinnen grünes Licht in Richtung Hohen Neuendorf (siehe Infokasten rechts).

Oliver Zabel, der in seiner Funktion auch gleichzeitig für die Abteilung Frauen/Mädchen verantwortlich ist, gab dann auch gleich einen Einblick in die augenblickliche Situation und die ausgegeben Ziele: "Wir haben mit dem heutigen Stand einen Kader von 25 Spielerinnen. Das kann sich noch verändern. Sijche Andonova und Vanessa Behrendt sind derzeit noch verletzt. Die Defizite der vergangenen Saison haben wir erkannt. In der Vorbereitung geht es jetzt um Tempo, Kraft und Ausdauer. Saisonziel ist nach der Findungsphase ein frühzeitig gesicherter Klassenerhalt. Über mehr will ich jetzt nicht reden."

Auch das Umfeld der Mannschaft wurde personell aufgestockt. Cheftrainer bleibt Mariusz Misiura, Co-Trainer ist Patrick Schmidt. Anna Laue wird sich künftig im Trainer-Stab um das Offensiv-Training kümmern. Sandra Sommer ist im Funktionsteam Bundesliga für organisatorische Fragen zuständig. Als Physiotherapeut arbeitet Paul Lange, für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Victoria Targatz zuständig. Ein Torwart-Trainer wird noch gesucht. Dass sich der langjährige, ehemalige Vereinsvorsitzende Lutz Kiehne ebenfalls in die Arbeit im Frauen- und Mädchenbereich einbringt, ist ein offenes Geheimnis.

Das erste Pflichtspiel bestreiten die Blau-Weissen am 20.August im DFB-Pokal. Und hier schließt sich der Kreis. Gegner ist dann nämlich der 1. FC Lübars. Die Berlinerinnen hätten zwar Heimrecht, doch man hat sich darauf geeinigt, auf dem Platz an der Niederheide zu spielen. Anpfiff wird um 17 Uhr sein.

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