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Finanzminister übergibt in Trebnitz 25 000 Euro Lottomittel

Hauptgewinn: Finanzminister Christian Görke (r.) übergab einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro. Freude bei Thomas Berendt (Ortsvorsteher), Uta Barkusky (Bürgermeisterin Müncheberg), Darius Müller (Leiter Schloss Trebnitz), Monika Roth und Christoph Berendt
Hauptgewinn: Finanzminister Christian Görke (r.) übergab einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro. Freude bei Thomas Berendt (Ortsvorsteher), Uta Barkusky (Bürgermeisterin Müncheberg), Darius Müller (Leiter Schloss Trebnitz), Monika Roth und Christoph Berendt © Foto: Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 17.11.2016, 07:00 Uhr
Trebnitz (MOZ) Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) staunte am Mittwoch. Erst zweimal sei er dienstlich bei einem Schloss vorgefahren, eines davon war Schloss Bellevue. Das Trebnitzer sei sehr imposant, bekannte er. Und staunte weiter, als ihm der Vorsitzende des Vereins, Christoph Berendt, sowie Einrichtungsleiter Darius Müller bei einem Rundgang durchs Haus die Inhalte der Arbeit im Schloss erläuterte.

Er habe bereits den Antrag des Vereins auf Zuweisung von Lottomitteln bemerkenswert gefunden, so der Minister. Nach seinem Besuch wisse er, dass das Geld in sehr guten Händen ist. Görke verteilt eher selten Lottomittel. Jedes Ministerium verfüge zwar über ein Budget, doch den größten Teil stelle er Ministerien mit sozialen Zuständigkeitsbereichen zur Verfügung, sagte er. Nur 95 000 Euro sind im diesjährigen Topf von Görke. Für alle Ministerien gibt es strenge Richtlinien bei der Vergabe. Der Trebnitzer Antrag habe diesen Richtlinien entsprochen. Der Verein hatte um Unterstützung gebeten, um im Schloss dringend notwendige Reparaturarbeiten erledigen zu können.

Lose Parkettfußbodenbretter, nach Farbe lechzende Wände, beschädigte Bereiche im Foyer - die Gastgeber zeigten Christian Görke, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Die 25 000 Euro, die er als Scheck übergab, werden mit 15 600 Euro Eigenmitteln aufgestockt. "Diese Einrichtung strahlt weit über die Kreisgrenzen hinaus", lobte der Minister. Deutsch-polnische und andere internationale Jugendbegegnungen seien die Zukunft in Europa. Zunehmend gebe es aber auch Teile der Bürgerschaft, die auf Abgrenzung setzen und Ich-bezogen agieren würden. Die Bildungsstätte könne helfen, Grenzen zu überwinden. Ihn beeindrucke, dass es sich in Trebnitz nicht um ein sporadisches Projekt handele, sondern nun seit fast einem Vierteljahrhundert die internationale Jugendarbeit im Mittelpunkt stehe.

Großes Lob zollte der Gast aus Potsdam dem Verein für seine Verankerung in der Region. Dass er in der alten Remise sogar einen Dorfladen und ein kleines Zentrum für den Müncheberger Ortsteil geschaffen habe, verdiene großen Respekt. Zeugnisse des renommierten Bildhauers Gustav Seitz habe er in einem Dorf wie Trebnitz ebenfalls nicht erwartet. Görke sah sich die kleine Seitz-Ausstellung im Obergeschoss der Remise an und ließ sich vom Vorhaben, im einstigen Waschhaus ein Seitz-Zentrum einzurichten, berichten.

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