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Die Liebe bringt Casanova Geld

Freuen sich auf die neue Opernsaison:  Ernst Prost (2. v. r.),Kerstin Thiele, Norbert Kannowsky (l.) und Walter Ederer
Freuen sich auf die neue Opernsaison: Ernst Prost (2. v. r.),Kerstin Thiele, Norbert Kannowsky (l.) und Walter Ederer © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Frank Groneberg / 04.06.2010, 19:49 Uhr
Neuzelle (In House) Die Liqui Moly GmbH aus Ulm, Marktführer bei Motorenölen in Deutschland, unterstützt in diesem Jahr als Sponsor die Oper Oder-Spree. Geschäftsführer Ernst Prost hat vor zwei Jahren mit Kerstin Thiele aus Eisenhüttenstadt die Liebe seines Lebens gefunden. Der Unternehmer engagiert sich seit langem in Kunst und Sport. Die Oper Oder-Spree zeigt ab dem 22. Juli in Neuzelle, Beeskow und Frankfurt (Oder) Albert Lortzings Oper „Casanova“. Mit ihrem Engagement wird die Liqui Moly GmbH neben der Sparkasse Oder-Spree zum wichtigsten Sponsor des Musiktheaterfestivals in der Saison 2010.

Die Fußballer des TSV 1860 München tragen es auf ihren Trikots, Rennwagen und Anzug von Franz Engstler bringen es bei der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC auf die Fernsehschirme in aller Welt und ab Juli wird es auch die Programmhefte der Oper Oder-Spree zieren: das blau-rote Markenzeichen der Liqui Moly GmbH aus Ulm in Baden-Württemberg. Der Hersteller von Motorenölen, Additiven und Schmierstoffen ist nach eigenen Angaben deutscher Marktführer bei Motorölen, beschäftigt 500 Mitarbeiter (davon 170 im Ölwerk der Tochterfirma Méguin in Saarlouis), konnte 2009 einen Umsatz von 233 Millionen Euro erzielen, verzeichnet momentan 20 Prozent Umsatzplus und engagiert sich nun in Neuzelle.

Warum? „Wenn mei Kerschtin sagt, des isch was Gutes, dann isch das gut“, sagt Ernst Prost, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, mit schönstem schwäbischen Dialekt und entwaffnender Ehrlichkeit. „Mei Kerschtin“ ist Kerstin Thiele, Medizinisch-technische Laborassistentin im Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt und seit zwei Jahren die große Liebe des engagierten Unternehmers. Vor zwei Jahren hatten sich beide auf der Insel Rügen, wo sie mit ihrer Tochter Urlaub machte, kennen- und liebengelernt. „Ich war damals in Rostock wegen erster Absprachen für unser neues Ölwerk, das wir dort in Kürze bauen werden“, erzählt Ernst Prost.

Seit dieser ersten Begegnung sind beide ein Paar, leben zusammen – allerdings auf Entfernung. „Hierher umziehen kann ich nicht, ich bin doch für meine Mitarbeiter verantwortlich“, sagt der 53-Jährige. Auch seine Lebensgefährtin (41) will ihre Arbeit nicht aufgeben, also wird gependelt. Die gemeinsame Zeit genießen beide vor allem in Zaue am Schwielochsee, wo sie zurzeit eine alte Gaststätte ausbauen. Oder auch im mittelalterlichen Schloss Leipheim, das der Unternehmer 2006 kaufte und aufwendig restaurierte.

Vor zwei Jahren hatte er sich nicht nur in seine Kerstin, sondern auch in die Region verliebt. „Wir sind öfter mal in Neuzelle“, erzählt Ernst Prost, „und wenn ich nach Ulm zurückfliege, geht immer auch ein Kasten Neuzeller Kirschbier mit auf die Reise.“ Beim Künstlerpleinair im Kloster vor zwei Jahren lernte er Norbert Kannowsky und Walter Ederer von der Stiftung Stift Neuzelle kennen. „Unser Spendenaufkommen für die Oper Oder-Spree ist 2009 stark zurückgegangen“, sagt Walter Ederer, „da haben wir Herrn Prost per E-Mail angeschrieben und er hat schon nach wenigen Stunden zugesagt.“

Aber nicht nur, weil seine Partnerin ihm zuredete. „Ich vertraue den Verantwortlichen und weiß, dass das Festival Kultur auf höherem Niveau bietet – das ist wichtig für die Region“, begründet Ernst Prost. Die Premiere von Lortzings „Casanova“ am 22. Juli wird für ihn übrigens eine doppelte sein: „Das ist die erste Oper, die ich besuche, und ich bin sehr neugierig auf diese neue Erfahrung.“

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