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Aus Premnitz in den Bundestag

Auf ihrer Tour durch das Westhavelland stoppte Anke Domscheit-Berg (li.) auch beim Familienbündnis Westhavelland und sprach dort mit Koordinatorin Christine Schneider.
Auf ihrer Tour durch das Westhavelland stoppte Anke Domscheit-Berg (li.) auch beim Familienbündnis Westhavelland und sprach dort mit Koordinatorin Christine Schneider. © Foto: weber
Simone Weber / 21.07.2017, 11:03 Uhr
Havelland (MOZ) "Die LINKE in Bewegung - Anke on Tour" lautete das Motto, unter dem die Kandidatin für das Direktmandat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 60 (Brandenburg/Havel - Potsdam-Mittelmark I - Havelland III - Teltow-Fläming I) in den vergangenen Tagen mit dem Fahrrad unterwegs war. Am Dienstag besuchte sie Rathenow und Premnitz.

Die erste Station führte Anke Domscheit-Berg in die Rathenower Stadtbibliothek. Leiterin Ulrike Wünsch informierte den Gast über das aktuelle Projekt des Sommerleseclubs, an dem sich die Bibliothek in diesem Jahr zum achten Mal beteiligt. Hier interessierte sich Domscheit-Berg unter anderem für die heutigen Lesegewohnheiten von Jungen und Mädchen.

Als studierte Unternehmensberaterin hat sie sich immer wieder mit der Rolle der Frauen und ihren Chancen im Berufsleben auseinandergesetzt. So spielte auch das Thema Frau und Berufswelt beim Besuch des Bündnisses für Familie Westhavelland eine Rolle. Bündniskoordinatorin Christine Schneider schilderte zudem die Rathenower Erfahrungen mit der Integration von Kindern von Asylbewerbern. Das Biberburgen-Projekt, mit dessen Hilfe Kinder Hilfe und Schutz finden können, "ist eine tolle Sache" für die Kandidatin der Linken.

Zum Abschluss der Wahlkreis reise traf sich Anke Domscheit-Berg an der Uferpromenade mit Premnitzern und Vertretern der Linken zu einer Runde Boule - ein kleines Heimspiel. 1968 wurde sie in der Industriestadt geboren und wurde in der damaligen Scholl-Schule eingeschult. Doch nach drei Monaten zog ihre Familie nach Müncheberg. Heute lebt Anke Domscheit-Berg in Fürstenberg/Havel.

Während des Tages wurde die Kandidatin durch ein dreiköpfiges Filmteam begleitet. Sie stand den ganzen Tag immer wieder vor der Kamera, um den offiziellen Wahlwerbespot zur Bundestagswahl zu drehen. Neben Bildern vor der schönen Kulisse des Alten Hafens, auf der Weinbergbrücke in Rathenow und an der Uferpromenade in Premnitz machte Anke Domscheit-Berg so die Erfahrung, wie anstrengend Filmarbeit sein kann, deren Ergebnis ein Spot von 30 Sekunden Länge ist.

Politische Erfahrungen hat die Autorin, Netzaktivistin und Unternehmerin schon verschiedene gesammelt, ohne eine feste politische Heimat gefunden zu haben. Die parteilose Kandidatin, die im vergangenen Herbst als Direktkandidatin für Die Linke nominiert wurde, war zuvor Mitglied von Bündnis '90/Die Grünen in Berlin und der Piratenpartei in Brandenburg. Für die Piraten kandidierte sie bereits für 2013 den Bundestag und 2014 für das Europaparlament. Es sind vor allem Themen, wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Verbindung der Zukunftstechnologie mit sozialer Teilhabe und Gerechtigkeit, und weniger der Parteien-Apparat, die Anke Domscheit-Berg interessieren. Für die möchte sie sich einsetzen.

Anke Domscheit-Berg tritt am Wahlsonntag, 24. September, unter anderem gegen Dietlind Tiemann (CDU), Erardo Rautenberg (SPD), Till Heyer-Stuffer (Bündnis '90/Die Grünen) und Erich Vohn (FDP) an.

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