Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sonderregelung für Abschuss von Wildschweinen gilt bis Ende März / Areal nachts für Besucher geschlossen

Wildschweinplage
Jagderlaubnis für den Friedhof

Bis zum 31. März darf auf dem Neuruppiner Friedhof gejagt werden. Er wird dafür nachts geschlossen bleiben.
Bis zum 31. März darf auf dem Neuruppiner Friedhof gejagt werden. Er wird dafür nachts geschlossen bleiben. © Foto: MOZ/Thomas Sabin
Siegmar Trenkler / 12.02.2018, 22:04 Uhr
Neuruppin (MOZ) Weil mehrfach eine Rotte Wildschweine auf dem Neuruppiner Friedhof gesichtet wurde, dürfen die Tiere dort derzeit wieder mit einer Sondererlaubnis gejagt werden. Einen ersten Erfolg hat das bereits gebracht.

Ein Video, das die etwa sechs bis sieben Tiere große Rotte am helllichten Tag auf dem Evangelischen Friedhof zeigte, hatte zuletzt auf dem sozialen Netzwerk Facebook die Runde gemacht. Der Friedhofsverwalterin Susann Fedchenheuer ist das Problem bekannt, und sie hat umgehend reagiert. So wurde schon Mitte Januar bei der Jagdbehörde des Landkreises eine Sonderjagderlaubnis für den Friedhof an der Wittstocker Allee beantragt, wie Fedchenheuer erklärt.

Die Genehmigung liegt inzwischen vor. Bis zum 31. März dürfen die Tiere auf dem Gelände bejagt werden. Während dieser Zeit bleibt der Friedhof nachts geschlossen. Zudem wurden Polizei und Ordnungsamt informiert.

Fünf namentlich benannte Jäger dürfen bis zum Ende der Frist die Tiere auf dem Gebiet schießen. Laut Fedchenheuer läuft die Zusammenarbeit sehr gut. Ein erster Abschuss sei bereits in der vergangenen Woche verzeichnet worden. "Die Bache konnte vergrämt werden, weil ein acht Kilogramm schwerer Frischling geschossen wurde."

Ob das ausreicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Da es bereits die dritte Sondergenehmigung für die Jagd von Wildschweinen auf dem Friedhof in den vergangenen Jahren ist, soll den Tieren auch grundsätzlich der Zugang zu dem Areal erschwert werden. "Wir haben einen neuen Zaun bestellt", berichtet Fedchenheuer. Der vorhandene soll zudem gesichert und möglicherweise auch bis zu zehn Zentimeter tief eingegraben werden. Das soll verhindern, dass die Wildschweine künftig überhaupt auf den Friedhof gelangen können.

Die Ruhestätte an der Wittstocker Allee ist nicht die einzige Stelle, an der die Tiere Schäden anrichten. So haben auch Anwohner der Eichendorffsiedlung immer wieder Kontakt mit den Schweinen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG