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Ausgeartet
Nur die Einhörner mussten leider draußen bleiben

Experimente mit verschiedenen Materialien: Julie Linde hat sowohl mit Stiften als auch mit Wachs gearbeitet und auch Fotos entwickelt. Eine Bildergalerie unter www.moz.de zu finden.
Experimente mit verschiedenen Materialien: Julie Linde hat sowohl mit Stiften als auch mit Wachs gearbeitet und auch Fotos entwickelt. Eine Bildergalerie unter www.moz.de zu finden. © Foto: Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 14.04.2018, 18:00 Uhr - Aktualisiert 15.04.2018, 15:26
Birkenwerder (MOZ) Das hat er nun davon: Zwei Vorgaben habe Kunstlehrer Tobias Thuge seinem Leistungskurs „Kunst“ vor drei Jahren gemacht: Keine Bilder in Pink und kein Einhorn drauf. Zu Abschied und Ausstellungseröffnung des 13. Jahrgangs schenkten ihm die Jugendlichen gleich zwei überwiegend pinkfarbene Krawatten (dafür kein Einhorn).

Statt Einhörnern sind in der Ausstellung der elf Schülerinnen und des einen Schülers nun jede Menge künstlerische Ansätze zu sehen. Mit Worten und Bildern haben sie sich auseinandergesetzt, mal inhaltlich mit Fotografien oder Zeichnungen verwoben, mal als formschöne Kalligrafie.  Alle Jugendlichen haben einen großen Rahmen mit den eigenen Arbeiten bestückt, die ihnen selbst ausstellungswürdig erschienen, dazu gibt es mehrere kleine Sammlungen. „Ausgeartet“ ist der Titel der Schau, wegen der Freiheit, über die eigenen Grenzen hinauszusehen, Bildsprache auszuprobieren und zu experimentieren, erklären Leonie Wittmann und Julie Linde.  

Die Vielfalt dieses Querschnitts aus drei Schuljahren ist entsprechend groß. Ein Tierschädel als Modell hat zu vielen Ergebnissen geführt. Er ist nun ebenso verfremdet zur abstrakten Landschaft wie als Zeichnung mit Bleistift oder Kohle oder als figürlicher Teil eines Stilllebens zu sehen. In einer Collage mit kleinen Blättern wird der Natur vermeintlich mit grüner Farbhinterlegung auf die Sprünge geholfen.

Sichtlich Spaß hatten die Jugendlichen auch an der Arbeit in der Dunkelkammer. Strahlende bis düstere Graustufen verleihen den Schwarz-Weiß-Fotos, die oft Details aus Birkenwerder zeigen, ein fast historisches Flair und eine Tiefe, die Handyfotos oft vermissen lassen. „Mit dem Handy machen wir andauernd Bilder von allem“, benennt Julie Linde einen Unterschied zum Film in der Kamera, der zum gut überlegten Druck auf den Auslöser der Kamera führt. Auch die Entwicklung der Bilder sei immer spannend gewesen.(hw)

Die Ausstellung ist bis zum 29. Juni im Erdgeschoss des Rathauses Birkenwerder zu sehen.

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