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Kinderbetreuung
Freie Trägerschaft für Kitas auf dem Prüfstand

In Hohen Neuendorf und den Ortsteilen werden alle Kitas von freien Trägern betrieben.
In Hohen Neuendorf und den Ortsteilen werden alle Kitas von freien Trägern betrieben. © Foto: MOZ/Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 17.04.2018, 11:00 Uhr - Aktualisiert 17.04.2018, 12:58
Hohen Neuendorf (MOZ) „Wir sind der Meinung, dass mal wieder überprüft werden sollte, ob das alles noch so das Richtige ist“, begründete Michael Reichert (CDU) im Sozialausschuss einen gemeinsamen Antrag von CDU und Linken. Dieser beschäftigt sich mit der Trägerschaft der Kindertagesstätten in der Stadt.

Die Einrichtungen sind alle bei unterschiedlichen freien Trägern angesiedelt. Die Vor- und Nachteile sollten wieder einmal aufgezeigt werden, sind sich die Christdemokraten mit den Linken einig, die eher zur kommunalen Trägerschaft der Kitas tendieren. „Es geht uns auch um etwas mehr Transparenz“, ergänzte Dr. Sylvia Scholz (Linke). „Wir kriegen zwar mit, wenn Eltern protestieren, aber wir können nichts tun“, sagte sie mit Blick auf die Kita „Zauberstein“, in der der Vertrag mit dem Träger gekündigt wurde. Eltern hatten im vergangenen Jahr unter anderem im Sozialausschuss über zu wenig Personal berichtet. Die neue Ausschreibung läuft inzwischen, bei der sich auch der gekündigte Träger aber wieder bewerben kann.

Die Stadt hat vor vielen Jahren beschlossen, alle Kitas in freie Trägerschaft zu geben, unter anderem, um eine möglichst große Vielfalt in den pädagogischen Ansätzen zu erreichen. Hauptamtschef Alexander Tönnies und Sozialfachbereichsleiter Sebastian Kullack befürworteten den Antrag der beiden Fraktionen ausdrücklich, schlugen aber für den Antragstext einige Änderungen vor. So gebe es eigentlich keine „Kontroversen“ zwischen mehreren Träger und der Stadt, wie sie im Antrag suggeriert würden. Es würde den Trägern nicht gerecht werden, die Probleme mit einem auf die anderen zu übertragen, so Kullack.

Zudem hält es die Verwaltung für sinnvoll, konkrete Fragestellungen nach pädagogischen wie wirtschaftlichen Kriterien und Angeboten zu entwickeln sowie die Prüfung von einem externen Büro begleiten zu lassen. Dafür sollten 40 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Bisher hatte er vor Jahren nur einmal eine Erhebung über die pädagogische Ansätze gegeben. Auch die freien Träger sollten in die Pflicht genommen werden, sich an der Erhebung zu beteiligen und ihrerseits zu erklären, was ihnen in der Stadt an Unterstützung eventuell fehle, so Sebastian Kullack.

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