Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Umweltfreundlich
Stadtverwaltung setzt auf E-Auto und Hybrid-Wagen

Gewöhnungsbedürftig: Vor allem die Geräuschlosigkeit des Elektroautos verschafft Bürgermeister Thomas Günther ein neues Fahrgefühl.
Gewöhnungsbedürftig: Vor allem die Geräuschlosigkeit des Elektroautos verschafft Bürgermeister Thomas Günther ein neues Fahrgefühl. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 10.07.2018, 18:39 Uhr - Aktualisiert 11.07.2018, 16:13
Hennigsdorf (MOZ) Man mag sich darüber streiten, ob dieser VW up! himmel- oder hellblau ist. Auf jeden Fall fällt er auf. Und das nicht nur wegen seiner Farbe. Denn bei dem neuen Fahrzeug der Hennigsdorfer Stadtverwaltung handelt es sich um ein E-Auto. Für den erbetenen Fototermin hat Bürgermeister Thomas Günther (SPD) den rein elek–trisch betriebenen Kleinwagen extra aus der Rathaus-Tiefgarage holen lassen. Als sich das Stadt–oberhaupt das erste Mal hineinsetzt und ein paar Meter fährt, stoppt er gleich wieder. „Es ist so ungewohnt, beim Fahren kein Geräusch zu hören“, beschreibt er seinen ersten Eindruck.

Neben dem elektrisch betriebenen E-Auto, das übrigens in der Tiefgarage seinen Strom fressen kann, wurde der Fahrzeugpark auch noch durch einen Gold GTI aufgefrischt, bei dem es sich um ein Hybridfahrzeug handelt. Sprich: Der Wagen kann sowohl mit elektrischer Energie als auch mit Benzin betrieben werden. Laut Günther habe dieser Wagen durchaus schon eine gewissen Beliebtheit bei einer Reihe von Rathausmitarbeitern erreicht. Der Rathaus-Chef erwähnte auch, dass der Hybrid-Wagen erst „nach langer Bestellzeit“ geliefert wurde. Bei den eher geringen Bestellzahlen in Deutschland dürfte das verwundern und manchen potenziell interessierten Käufer weiter verunsichern und davon abhalten, ein gegenüber Benzin schluckenden Wagen umweltfreundlicheres Fahrzeug anzuschaffen.

Die Stadt hat sich mit den zwei alternativ betriebenen Pkw auf eine dreijährige Testphase eingelassen. Bei sieben aufs Rathaus zugelassenen Wagen ist das also schon knapp ein Drittel der Flotte. Jeder Mitarbeiter habe bei anstehenden Dienstfahrten die Möglichkeit, einen dieser beiden Wagen zu buchen. Günther räumt ein, dass die Stadtverwaltung auch die finanzielle Seite dieser Anschaffung bedenken muss, wenn es darum geht, ob nach der Testphase weitere solcher Fahrzeuge angeschafft werden sollen. Andererseits erwähnt er auch den „Umweltbonus“, wie er es ausdrückt. Die Stadt sei hier auch ein Stück Vorreiter.

Aber Vorreiter für wen? Wer sich derzeit in Hennigsdorf ein E-Auto anschaffen will, der steht vor Problemen beim Aufladen. Bislang existiert nur auf dem Parkplatz am Blauen Wunder eine E-Tankstelle. Günther stellt aber in Aussicht, dass sich das ändern soll. An der Kirchstraße in Höhe des Rathaus-Parkplatzes soll im Herbst die erste öffentliche Ladestation für Elektro-Autos installiert werden. Laut Günther ist das schwieriger, als mancher denken mag. „Um solch eine Ladestation betreiben zu dürfen, benötigt man eine Lizenz zum Handel mit Strom“, erläutert er. Dafür habe man den Stromanbieter  E.ON gewonnen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG