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Fußball
Eigentor bringt Gastgeber um den Lohn

Bringt den Müllroser SV in Führung: Max Herrmann (hier in einem früheren Spiel). Er verwertete nach einer halben Stunde ein Zuspiel seines Bruders Paul.
Bringt den Müllroser SV in Führung: Max Herrmann (hier in einem früheren Spiel). Er verwertete nach einer halben Stunde ein Zuspiel seines Bruders Paul. © Foto: Michael Benk
Hagen Bernard / 04.12.2018, 02:15 Uhr
Müllrose Fußball-Landesklasse-Vertreter Müllroser SV läuft seit nunmehr vier Spielen einem Sieg hinterher. Zuletzt mussten sich die Schlaubetaler zu Hause gegen Aufsteiger MSV Zossen mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Mit diesem Remis verbleiben die Müllroser im Mittelfeld der Liga, sie sind weiterhin Achter.

Die Hoffnungen von MSV-Trainer Dirk Herrgoß auf einen auch spielerisch überzeugenden Heimsieg schienen sich zunächst zu erfüllen. Die Gastgeber präsentierten sich zunächst offensivstark und spielfreudig. Dazu hatte Herrgoß einige Umstellungen vorgenommen. „Ich habe einiges Neues probiert, da wir in den Spielen zuvor nicht mit genügend Leuten in der torgefährlichen Zone waren. Wenn dann zwei  Müllroser sich sechs Gegenspielern gegenüberstehen, ist die Chance auf einen Torerfolg recht gering.“

So fungierte beispielsweise der sonstige Innenverteidiger Tobias Karge auf der Sechser-Position, für den angeschlagenen Stürmer Felix Hackel rückte Max Hermann aus dem Mittelfeld in den Sturm. Die Müllroser bestimmten das Spiel, doch so richtig Zwingendes brachten sie zunächst nicht zustande. So versuchten es Gordon Duran, Adolf Kampioni und auch Tobias Karge mit Distanzschüssen, die die Gäste-Abwehr nicht unbedingt in Verlegenheit brachten. Aus der Nahdistanz probierte es Paul Hermann, auch er scheiterte. Etwas besser machte es sein 26-jähriger Bruder Max, der nach einer halben Stunde die Gastgeber in Führung brachte. Paul Hermann hatte im Mittelfeld den Ball zugespielt bekommen. Der 32-Jährige schickte seinen jüngeren Bruder in die Gasse, wo die Zossener ihn nicht eng deckten. Er täuschte zunächst mit Links einen Schuss an, so dass ein gegnerischer Verteidiger ein langes Bein machte, zog daraufhin den Ball zurück und schoss am Verteidiger vorbei ein.

Dieser Treffer diente jedoch nicht als Unterpfand für den Gastgeber, weiterhin viel Druck auf die Gäste auszuüben, sonders als Weckruf für den Aufsteiger. Der präsentierte sich fortan agiler und kam immer wieder gefährlich vor das Müllroser Tor.

Auf dem leicht angefrorenen und bei dem Nieselregen schmierig gewordenen Platz kamen die Gäste immer besser zurecht. Dienlich für sie war der bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff erfolgte Ausgleich.  Die Zossener hatten einen Freistoß in Müllroser Strafraumnähe zugesprochen bekommen. Lukas Gräber versuchte den hoch hereingespielten Ball per Kopf ins Aus zu klären, doch er streifte ihn nur und der Ball flog stattdessen ins eigene Tor. Das  beeinträchtigte das Selbstvertrauen der Gastgeber, denen daraufhin die nötige spielerische Lockerheit fehlte. Immerhin ließen sie keinen weiteren Gegentreffer zu.

„Vom Kämpferischen her kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Derzeit fehlt uns aber das Spielglück. Doch wenn die Spieler weiter so gut arbeiten, dann wird es sich auch wieder einstellen. Gern hätten wir uns ein Erfolgserlebnis vor den anstehenden Derbys  gegen Markendorf und Beeskow geholt“, erklärt MSV-Trainer Dirk Herrgoß.

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