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Kraftsport
Premierensieg für Ralf-Peter Bösler

Assistiert Sieger Ralf-Peter Bösler bei seinem Versuch mit 130 Kilogramm: Studio-Betreiber Bert Oettel (links). Er war bei den ersten acht Austragungen der Beste.
Assistiert Sieger Ralf-Peter Bösler bei seinem Versuch mit 130 Kilogramm: Studio-Betreiber Bert Oettel (links). Er war bei den ersten acht Austragungen der Beste. © Foto: Bernd Pflughöft
Hagen Bernard / 07.01.2019, 20:01 Uhr
Eisenhüttenstadt Ralf-Peter Bösler hat das 24. Neujahrsbankdrücken des Eisenhüttenstädter Sportstudios Budokan gewonnen. Der 56-jährige Vorjahreszweite setzte sich in Abwesenheit  des Seriensiegers Chris Görlitz zum ersten Mal durch. Auch wenn der haushohe Favorit aus Neuzelle verletzungsbedingt fehlte, äußerte sich Studio-Betreiber Bert Oettel voller Hochachtung über den Sieger. „Plus 50 ist eine extrem gute Leistung“, urteilt er. Das bedeutet, bei seinen 80 Kilo Körpergewicht hatte Bösler beim Bankdrücken 130 Kilogramm zur Hochstrecke gebracht.

Dabei war alles nach den Vorstellungen des 56-jährigen Siegers gelaufen. Erst ließ er 125 Kilogramm auflegen, steigerte dann auf 127,5 und erhöhte schließlich um weitere 2,5 Kilo. „Für mich ist dieses Bankdrücken eine gute Gelegenheit, um sich mit Jüngeren zu messen und“, so mit einem verschmitzten Lächeln „ihnen die Grenzen zu zeigen“. Dabei sei es Bösler egal, ob er Erster, Zweiter oder Dritter werde. Zwei bis dreimal wöchentlich komme er ins Studio, um einen Ausgleich zu seiner leitenden Tätigkeit bei ArcelorMittal zu haben. Einmal wöchentlich gehe er noch laufen. Früher sei er geschwommen, habe geboxt und gerungen. „Jetzt weiß ich, was ich meinem Körper zumuten  kann. Ich trainiere nicht mehr auf Teufel komm raus.“ Neben dem stattlichen Wanderpokal, der nach dreimaligem Sieg in Folge in den endgültigen Besitz des Siegers übergeht, erhielt er noch eine weitere Auszeichnung. Bert Oettel übergab ihm für die zehnte Teilnahme eine Goldmedaille.

Gar zum 20. Mal dabei war der Turnierzweite Jan Zimmermann. Der 46-Jährige hatte bei 96 Kilogramm Körpergewicht 133,5 Kilogramm in die Höhe gedrückt, lag damit also 36,5 Kilogramm über seinem Körpergewicht. Vor sechs Jahren hatte er auch schon mal 54,9 Kilo über sein Körpergewicht geschafft, doch mittlerweile beschränkt sich der frischgebackene Vater  mit dreimal wöchentlichem Training im Studio. „Früher habe ich hier fünfmal in der Woche trainiert. Auch wenn der Sport Teil meines Lebens geworden ist, haben sich die Verhältnisse jetzt bei mir verschoben. Ich stelle mich aber gern noch den anderen und versuche mein Bestes zu geben“, erklärt der Logistik-Mitarbeiter bei Arcelor/Mittal.  Sein Hauptwohnsitz liegt inzwischen in Neubrandenburg.

Zum ersten Mal dabei war Hans Lamp. Das Besondere – er ist bereits 68 Jahre alt. Seit sechs Jahren geht der Rentner regelmäßig ins Studio. „Ich versuche bereits seit drei Jahren, ihn hierfür zu überreden“, erklärt Oettel. „Doch er wollte nicht kommen, wenn er die 90 Kilogramm nicht schafft.“ Das gelang Lamp sicher. Nach 87,5 Kilogramm steigerte er auf 90,0 und bewältigte dann auch noch 92,5 Kilogramm.- Damit lag er immer 9,1 Kilogramm über dem Körpergewicht.

Übrigens lässt Oettel seine Athleten bei ihren Versuchen auf der Bank jeweils die Beine hochnehmen, „damit diese nicht ins Hohlkreuz gehen, was für die Wirbelsäule nicht gut ist.“ Schließlich will er noch lange Freude an seinen Studiobesuchern haben und jene möglichst lange noch mit den Gewichten. Übrigens war der Älteste, der jemals an diesem Bankdrücken teilgenommen hat, bereits 71 Jahre alt. Der hatte 93,4 Kilo gewogen und blieb nur 900 Gramm unter seinem Körpergewicht. (hb)

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