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Handball
Ohne Wechselspielerin zum Double

Jubel über eine erfolgreiche Saison: Die B-Jugend-Handballerinnen der BSG Stahl mit Trainer Veit Pschebezin (links) und Co-Trainer Alexander Sdorra (rechts) sicherten sich nach dem Kreispokal auch die Kreismeisterschaft.
Jubel über eine erfolgreiche Saison: Die B-Jugend-Handballerinnen der BSG Stahl mit Trainer Veit Pschebezin (links) und Co-Trainer Alexander Sdorra (rechts) sicherten sich nach dem Kreispokal auch die Kreismeisterschaft. © Foto: Veit Pschebezin
Hagen Bernard / 17.01.2019, 02:15 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Noch bis zum 12. Februar läuft die Umfrage nach den populärsten Sportlern des Jahres 2018 im Kreis Oder-Spree. Drei Tage später werden die Sieger im Atrium des Landratsamtes in Beeskow geehrt. Bis dahin stellen wir in loser Folge alle 36 Kandidaten vor. Heute: die weibliche Handball-B-Jugend der BSG Stahl Eisenhüttenstadt.

Die Handballerinnen der weiblichen B-Jugend der BSG Stahl Eisenhüttenstadt haben in der vergangenen Saison das Optimum herausgeholt. Sie gewannen in der Kreisunion (Spielbezirk D) in Altlandsberg den Pokalwettbewerb mit einem 21:14-Finalerfolg gegen die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf. Dabei hatten die Eisenhüttenstädterinnen bei diesem Kontrahenten noch vier Tage zuvor in einem Nachhol-Punktspiel eine 14:20-Niederlage kassiert und damit die Tabellenführung abgegeben.

Doch eine Woche nach dem Pokalsieg machten sie auch diese Punktspiel-Schlappe wett. Das Stahl-Team besiegte die Doppeldörflerinen am vorletzten Punktspieltag nunmehr zu Hause mit 11:5. Das war die Vorentscheidung um die Meisterschaft, zum Abschluss musste nur noch ein „Pflichtsieg“ gegen Jahn Bad Freienwalde eingefahren werden.

Das Erstaunliche – diese Erfolge gelangen der von Veit Pschebezin trainierten Mannschaft lediglich mit acht Spielerinnen. Da in den entscheidenden Partien noch Stamm-Torfrau Jennifer Dell verletzungsbedingt ausgefallen war, besaßen die Eisenhüttenstädterinnen in der finalen Saison-Phase überhaupt keine Wechselmöglichkeit mehr. Immerhin machte Amelie Jensch als ihre Vertreterin im Tor ihre Sache sehr gut. „Es ist schon nervenaufreibend, wenn man von Spiel zu Spiel bangen muss, ob wir überhaupt eine Mannschaft voll bekommen. Einige Male mussten wir sogar in Unterzahl spielen, dennoch hat es gereicht“, erklärt Pschebezin.

Aufgrund dieser Personalsituation habe ein Aufstieg auch nicht zur Debatte gestanden. Ohnehin sind die meisten aus dem B-Jugend-Alter herausgewachsen, spielen jetzt als 17-Jährige bei der A-Jugend. Allerdings ohne jegliche Titelambitionen, da es dieses Mal einige ähnlich gute Mannschaften gibt und die BSG Stahl sich schon einige Punktverluste geleistet hat. In der acht Mannschaften umfassenden Liga im Spielbezirk E ist sie derzeit Vierte. Immerhin konnte der Kader mit zwei aus Frankfurt gewechselten 18-jährigen Spielerinnen etwas aufgefüllt werden. Mädchen der Jahrgänge 2000 und 2001 und auch Jüngere seien jederzeit willkommen.

Dennoch dürfte aus sportlicher Sicht das Double im vergangenen Jahr die Krönung für die Eisenhüttenstädterinnen gewesen sein, die so immerhin seit sechs Jahren zusammenspielen. Nach dieser Saison werden sich einige aus beruflichen Gründen verändern, einige sind vor dem Abschluss ihres Abiturs. Laut Pschebezin sei es derzeit völlig unklar, wie es mit diesen Spielerinnen in der nächsten Saison weitergeht.

Um weiter zusammen zu spielen, müssten laut Pschebezin Verstärkungen aus Müllrose, Guben oder Friedland her, doch das ist recht unwahrscheinlich. So würde er es schade finden, wenn die Mädchen nach dieser Saison mit dem Handballspielen einfach so aufhören würden. So traue er beispielsweise Torhüterin Jennifer Dell und den Feldspielerinnen Maria Sattler und Magdalena Sdorra auch eine gute Rolle in anderen Frauen-Mannschaften zu.

Die B-Jugend-Mannschaft der BSG Stahl Eisenhüttenstadt spielte in der vergangenen Saison mit Jennifer Dell, Amelie Jensch, Gina Schulz, Gina-Marie Geller, Maria Sattler, Antonia Jensch, Sarah-Sophie Schulz und Magdalena Sdorra.

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