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Astoria

Gehören zum erfahrenen Stamm: die Rießener Patrick Geller (links) und Martin Dornbrack (rechts), hier in der Kreisliga Süd beim vorwöchentlichen 4:1-Sieg beim FSV Dynamo Eisenhüttenstadt II.
Gehören zum erfahrenen Stamm: die Rießener Patrick Geller (links) und Martin Dornbrack (rechts), hier in der Kreisliga Süd beim vorwöchentlichen 4:1-Sieg beim FSV Dynamo Eisenhüttenstadt II. © Foto: Bernd Pflugh?ft
Hagen Bernard / 20.04.2019, 02:15 Uhr
Herzfelde (MOZ) Bei acht Punkten Vorsprung ist der Spielgemeinschaft Rießen/Möbiskruge bei sieben noch ausstehenden Partien der Staffelsieg in der Fußball-Kreisliga Süd kaum noch zu nehmen. Dennoch steht laut Axel Ruppenthal, seit wenigen Wochen Vereinsvorsitzender von Astoria Rießen, der Aufstieg in die Kreisoberliga keineswegs fest.  "Wir haben uns dazu noch nicht endgültig festgelegt. Doch aufgestiegen sollte aufgrund unserer hohen Altersstruktur nicht unbedingt. Allerdings ist dazu das letzte Wort noch nicht gesprochen."

Im Juni hatte Ruppenthal nach 18 Jahren sein Trainer-Amt bei Astoria Rießen an Roland Winkel abgegeben. Trainiert hatte er die Rießener mit einigem Erfolg, hatte viele Jahre selbst noch als Mittvierziger als Spieler fungiert. So wurde die Astoria Kreispokalsieger 2009 und 2010 des mittlerweile aufgelösten Fußballkreises Oder-Neiße und hatte unter ihm auch in der Saison 2014/15 in der Landesklasse Ost gespielt. Danach ging es für die Astoria in der Kreisoberliga weiter. Aus der höchsten Liga des Fußball-Großkreises war das Team in der vergangenen Saison abgestiegen. Vor allem deshalb, weil zu dieser Mannschaft über Jahre kaum Jüngere gestoßen waren und viele der Älteren aufgrund von Blessuren regelmäßig nicht zur Verfügung standen. Da war in der vergangenen Saison sogar schon vom Rückzug der Mannschaft die Rede, bis die Lösung mit dem benachbarten Kreisligisten Möbiskruger SV zustande kam. Da auch dort vor allem ältere Spieler wie der 29-jährige Chris Eitner und der 37-jährige Steffen Will die Leistungsträger sind und mit Paul Liebenau und Tony Weidlich nur zwei Jüngere zur neuen Spielgemeinschaft hinzukamen, sieht es mit der mittelfristigen Perspektive dieses Teams momentan nicht allzu rosig aus. "Unsere Nachwuchsarbeit ist derzeit zwar nicht schlecht, doch die ältesten dieser Spieler sind zehn-, elf Jahre alt. Das dauert noch sieben, acht Jahre, bis aus dem eigenen Nachwuchs etwas bei den Männern ankommt", erklärt Ruppenthal.

Auch wenn es um die Perspektive dieser Spielgemeinschaft nicht sonderlich gut aussieht, kurzfristig kann diese erfahrene und eingespielte Mannschaft allemal noch Höhepunkte setzen. Und das soll dem von Roland Winkel trainierten Team am Sonnabend gegen die SG Bruchmühle gelingen. "Eine Pokal-Überraschung ist immer möglich. Wenn wir gut ins Spiel kommen, warum nicht? Natürlich sind die Bruchmühler der Favorit", erklärt der Vereinsvorsitzende.

Axel Ruppenthal rechnet mit etwa 150 Zuschauer, da sonnige Witterung angesagt ist und ringsherum kein weiteres Fußballspiel stattfindet. Allerdings dürften die Besucher nicht allzu lange nach Spielschluss am Rautenkranzer Weg bleiben, auch wenn sich dort die Preise für Bier und Bockwurst im erträglichen Rahmen bewegen. Denn um 19 Uhr wartet bereits mit dem Osterfeuer am anderen Ende des Dorfes der nächste örtliche Höhepunkt.

Für die Kreisliga gut aufgestellt

Und dorthin wollen sich die Zuschauer natürlich bestens gelaunt hin begeben. Die Voraussetzungen dazu scheinen gut. "Das Selbstvertrauen ist aufgrund der Punktspiele da. Auch beim Training am Donnerstag hat keiner gefehlt. Die Spieler können in diesem Pokal-Duell aus ihren Erfahrungen aus der Landesklasse und Kreisoberliga zehren", ist Ruppenthal optimistisch. Zumindest ist die SG Bruchmühle in der Landesklasse Ost keine Übermannschaft. Neun Siege, fünf Unentschieden und neun Niederlagen bei einem negativen Torverhältnis stehen zu Buche. Allerdings gehören die Rand-Strausberger auswärts mit fünf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen zu den besseren Teams dieser Liga.

Während für den Pokalwettbewerb alles bestens scheint, klingt Ruppenthal hinsichtlich eines Aufstieges in die Kreisoberliga eher pessimistisch. "Für die Kreisliga sind wir gut aufgestellt, doch ob es für mehr reicht, ich weiß es nicht...", will er in der Meisterschaft nicht mehr nach den Sternen greifen. "Außerdem – jetzt haben wir in der Kreisliga wieder mehr Spiele mit Derbycharakter wie gegen Vogelsang. Als wir im Vorjahr erfolglos in der Ostbrandenburgliga spielten, hatten sich viele nicht mehr für Spiele gegen unbekannte Mannschaften interessiert. Jetzt haben wir 60 bis 80 Zuschauer."

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