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Triathlon
Berliner Duo dominiert in Müllrose

Hubertus Rößler / 10.07.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 10.07.2019, 10:23
Müllrose (MOZ) Trotz der kühlen Temperaturen und des unangenehmen Windes zeigten sich die insgesamt 163 Teilnehmer des 22. Schlaubetal- und 20. Mountainbike-Triathlons zufrieden. Allen voran natürlich Andreas Hellstab, der am Sonntag als Erster nach 1500 Meter Schwimmen, 37,4 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen das Ziel erreichte. Mit seiner Siegerzeit von 1:52:56 Stunden verpasste er den zehn Jahre alten Rekord von Dominik Kugler (1:52:05) nur knapp. "Ich bin das erste Mal hier und finde den Triathlon saugut. Beim Schwimmen bin ich als Dritter aus dem Wasser gekommen, obwohl ich mich ein bisschen verschwommen hatte. Auf der schönen Radstrecke wurde ich überholt, aber das konnte ich dann im Laufen wieder aufholen. Die Waldstrecke ist für leichte Läufer wie mich sehr gut geeignet. Und temperaturtechnisch war es heute optimal für eine gute Zeit", sagte der 35-Jährige.

24 Sekunden nach Hellstab erreichte Dominik Rueß das Ziel. Die beiden Berliner haben mit Marcel Obersteller den selben Trainer und lieferten sich daher auch ein internes Duell. "Wir nutzen den Triathlon hier als Vorbereitung für den Ironman Vitoria-Gasteiz nächste Woche in Nordspanien. Die Strecken hier sind schön, es macht einfach Spaß", sagte der 37-Jährige, der vor acht Jahren schon einmal in Müllrose dabei war.

Thomas Gogolin auf Rang 7

Stammgast im Schlaubetal ist Thomas Gogolin vom MSV Tripoint Frankfurt. Er kam nach 1:59:38 Stunden ins Ziel und landete damit auf Platz 7. "Ich bin immer wieder gerne hier am Start. Dieses Mal waren richtig starke Leute dabei und mit der Zeit von unter zwei Stunden bin ich sehr zufrieden", sagte der 42-Jährige. Da die offizielle Wassertemperatur 21,2 Grad betrug, waren auf der olympischen Distanz Neoprenanzüge erlaubt. "Das kam mir als nicht so guter Schwimmer entgegen, da der Neo einen Auftrieb gibt. Auf dem Rad gab es dann viel Seitenwind und das Laufen war angenehm", berichtete Gogolin.

Den Sieg bei den Frauen sicherte sich Lisa Schulz. Die 20-Jährige vom TV Fürstenwalde benötigte 2:30:36 Stunden und verwies damit die drei folgenden Triathletinnen aus Berlin auf die Plätze. "Ich habe mich heute so richtig gequält wie noch nie in meinem Leben", berichtete sie nach ihrem dritten Wettkampf und dem ersten Sieg über die olympische Distanz.

Schulzes auf Rang 1, 4 und 25

Sie war vorher noch für eine Staffel geschwommen, danach war ihr relativ kalt. "Daher wollte ich den zweiten Wettkampf locker angehen. Das Schwimmen lief dann gut, ich bin als zweite Frau aus dem Wasser. Auf dem Rad war es sehr windig und kalt, dennoch konnte ich einige Männer überholen. Im Laufen bin ich eigentlich grottenschlecht. Ich habe mich dauernd umgedreht, ob eine Verfolgerin kommt. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, dass ich hier gewinne", sagte Lisa Schulz, die aus einer sportlichen Familie stammt.

Denn auch Bruder Felix (Rang 4) und Vater Thomas Schulz (Rang 25) gingen in Müllrose an den Start. Felix Schulz hatte seine Familienmitglieder im Ziel gebührend empfangen und sprang seinem Vater auf dessen letzten Metern auf die Schultern: "Früher als Kind habe ich ihm bei seinen Wettkämpfen zugeschaut und er hat mich oft ins Ziel getragen, daher heute dieser kleine Spaß", erklärte der 22-Jährige. Zu seinem eigenen Abschneiden sagte er: "Mit meiner Zeit hätte ich voriges Jahr hier gewonnen, daher bin ich zufrieden. Abgesehen davon ist der Schlaubetal-Triathlon für mich einer der meistunterschätzten in der Region. Es gibt eine komplette Radrunde, die abwechslungsreich und profiliert ist und nicht wie anderswo ein langweiliger Rundkurs durchs Industriegebiet. Auch die Laufstrecke ist herrlich – sie ist vielleicht nicht die schnellste, bietet aber eine herrliche Kulisse", schwärmte Felix Schulz.

"Talentfreie" siegen mit Staffel

Auch Stefan Kühlberg kennt die Region bestens. Der Frankfurter gewann wie schon vor zwei Jahren den Mountainbike-Triathlon. Für 600 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen benötigte der 41-Jährige 1:06:40 Stunden. "Schwimmen war heute katastrophal, Rad war okay und mit der Laufzeit von 17:30 Minuten bin ich sehr zufrieden", erklärte der Langstreckenläufer, der vor zwei Wochen beim Fischland-Darß-Zingst-Ultramarathon über 115 Kilometer in 10:46:18 Stunden den 3. Platz belegt hatte. "Ein Triathlon ist eine nette Abwechslung zum Laufen", sagte Kühlberg.

Im Staffel-Wettbewerb siegten "Die Talentfreien" mit dem Müllroser Handballer Felix Preiß, Mountainbike-Fahrer Christian Kögel aus Bremsdorf und Hobby-Schwimmer Arne Meißner aus Frankfurt in 1:05:23 Stunden. "Den Namen haben wir mit etwas Selbstironie gewählt. Es war ein super Wettkampf und wir hatten trotz der kühlen Temperaturen viel Spaß bei diesem landschaftlich schönen Triathlon und freuen uns schon auf nächstes Jahr", sprachen die drei Sportler wohl allen Teilnehmern aus der Seele.

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