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Landespokal
Verschiedene Fußball-Welten

Oliver Weniger (links) musste mit seinen Dynamos in der Partie gegen die Eintracht mit Marvin Hilgendorf häufig hinterher rennen.
Oliver Weniger (links) musste mit seinen Dynamos in der Partie gegen die Eintracht mit Marvin Hilgendorf häufig hinterher rennen. © Foto: Bernd Pflughöft
Dirk Liedtke / 13.08.2019, 05:45 Uhr
Eisenhüttenstadt Mit dem FSV Dynamo Eisenhüttenstadt und dem Regionalem Sportverein Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf 1949 trafen zwei unterschiedliche Fußball-Welten aufeinander. Währen bei den Dynamos der Trainer Dirk Liedtke nebenbei noch den geforderten Liveticker für das Internetportal Fußball.de betreuen musste, reisten die Gäste mit drei Trainern, drei Betreuern und sieben Wechselspieler an. "Das ist schon alles sehr professionell und durchorganisiert, was bei den Gästen gemacht wird", musste Liedtke neidlos anerkennen.

Und auch auf dem Feld ließen die Stahnsdorfer sofort den Klassenunterschied erkennen. Mit schnellem Kombinationsspiel und Spielverlagerungen brachten sie die Gastgeber schon zu Beginn der Partie ein ums andere Mal in Verlegenheit. Bereits in der 3. Spielminute zappelte der Ball bei den Dynamos im Netz, aber Schiedsrichter Max Stramke entschied auf Abseits. Kurz darauf hatte der schnelle Levi Böttcher allein vor Sebastian Grummt auftauchend die Riesenmöglichkeit zur Führung –  aber wie so oft in dieser Partie blieb Dynamos Torhüter der Sieger.

Nur zeitweise Zugriff aufs Spiel

Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Gastgebern immer besser, die Gäste vom eigenen Tor fern zu halten. Ab der 30. Minute hatte Dynamo sogar selbst Zugriff auf das Spiel. Allerdings wurden die drei guten Umschaltsituationen nicht präzise genug zu Ende gespielt und so musste Gäste-Schlussmann Daniel Hemicker nur einmal ernsthaft eingreifen, als er einen Schuss von Eddi Hantelmann aus spitzem Winkel zur Ecke abwehrte.

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmten die Gäste das Spiel, benötigten aber schlussendlich einen Eckball, um zur verdienten Führung zu kommen. Im Nachstochern drückte Levi Böttcher den Ball über die Linie. "Der Treffer war vermeidbar, weil die Szene eigentlich schon geklärt war. Doch anstatt den Ball rauszuhauen, streben wir in dieser Situation eine spielerische Lösung an. Das ehrt meine Spieler, ist aber gegen so einen Gegner tödlich", erklärte Trainer Liedtke.

In der 75. Minute tat sich dann für die Dynamos sogar die große Chance zum Ausgleich auf: Doch Christian Wulff, der völlig blank im Gästestrafraum stand, konnte den Ball nicht kontrollieren.  Danach hatten die Gäste weitere Großchancen – so klärten sowohl Benjamin Bartz, Toni Seelig und Falk Busch jeweils auf der Linie und parierte Grummt einen Freistoß aus 18 Meter in großer Manier. Den Gastgebern gelang es jetzt immer weniger, für Entlastung zu sorgen und daher waren weitere Tore der Gäste eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Der Treffer zum 0:2 war aber eher wieder so eine Situation, die man glücklich nennen kann: Eigentlich hatte Sebastian Grummt den Ball schon abgeblockt, aber dieser fiel Yannic Heinze vor die Beine, der diesen nur noch ins leere Tor schieben musste. Das 0:3 durch den eingewechselten Tim Schönfuß entsprang einem schnellen Umschaltspiel der Gäste und spiegelte ihre spielerische Klasse wider.

"Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, konnten aber viel zu wenig Entlastungsmomente schaffen. Heute hat man gesehen, dass wir wohl noch einige Zeit brauchen werden, um unsere Abgänge zu kompensieren.  Das werden wir grundsätzlich nur als gesamtes Team bewerkstelligen können. Die Gäste haben mich in ihrer Art und Weise Fußball zu spielen beeindruckt und haben verdient gewonnen", sagte Dirk Liedtke.

FSV Dynamo:  Sebastian Grummt – Dimitrij Altengof (70. Robert Glaser), Toni Seelig, Falk Busch, Konstantin Klippenstein – Eddi Hantelmann, Benjamin Bartz (86. Dietrich Lichtner), Daniel Friedrich, Oliver Weniger – Nico Urbansky (46. Christian Wulff), Jan Kretschmann

Schiedsrichter: Max Stramke (Welzow) – Zuschauer: 65

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