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Handball
Auftaktsieg bei Trainer-Debüt

Hoch hinaus: Schlaubetals Rückraumspieler Eric Zimmermann steigt gegen zwei Dahlewitzer Akteure in die Höhe.
Hoch hinaus: Schlaubetals Rückraumspieler Eric Zimmermann steigt gegen zwei Dahlewitzer Akteure in die Höhe. © Foto: michael benk
Hubertus Rößler / 09.09.2019, 06:45 Uhr
Müllrose (MOZ) Bis zum ersten Tor der neuen Verbandsliga-Saison mussten die Zuschauer in der Schlaubetal-Halle bis zur 4. Spielminute warten. Dann hatte sich Marc Eschenbach erstmals durchgetankt und eines seiner sieben Tore am Samstagabend markiert. Damit war er aus dem Spiel heraus der gefährlichste Schütze der Müllroser Handballer. Mateusz Krzyzanowski traf zwar neunmal ins Netz, fünfmal allerdings vom Siebenmeterpunkt – bei fünf Versuchen. Ansonsten hatte die HSG-Offensive in der Anfangsphase ihre liebe Mühe mit dem Torewerfen.

Der Dahlewitzer Torhüter bewies dabei, dass ein kräftig gebauter Mensch im Handballtor durchaus seine Vorteile haben kann und brachte die Heimsieben ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Auf der Gegenseite entschärfte Lars Möbus in gewohnt spektakulärer Art und Weise immer wieder verheißungsvolle Gäste-Angriffe. So fielen bis zur 13. Minute lediglich drei Treffer, ehe Krzyzanowski für die HSG mit zwei Treffern auf 4:1 erhöhte. "Ich gewinne auch gerne mit 11:10 – Hauptsache unsere Deckung steht. Und das war zunächst der Fall, daher bin ich mit der Anfangsphase zufrieden", sagte Robert Kaberidis, der in seinem ersten Punktspiel als Spielertrainer für die HSG verantwortlich war.

Doch die Gäste aus dem südlich bei Berlin gelegenen Ortsteil der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow ergaben sich keineswegs wehrlos: Erst am Donnerstag hatten sich die Dahlewitzer mit fünf Spielern des einen Tag zuvor aufgelösten Brandenburgligisten Lok Rangsdorf verstärkt, dementsprechend gewachsen sind ihre Ansprüche. "Da haben wir uns natürlich erst einmal erschrocken. Dennoch haben wir uns vorgenommen, unseren Stiefel runter zu spielen – aus einer guten Deckung schnell nach vorne", sagte Kaberidis.

Neuzugang Max Voß, Rückkehrer von Rot-Weiß Friedland, feierte einen Einstand nach Maß und erzielte Sekunden nach seiner Einwechslung das 9:6 (26.). "Max hat ein Jahr gar nicht gespielt. Aber er trainiert super, ist sehr ehrgeizig und hatte heute einen guten Auftakt", urteilte sein Coach. Und Voß selbst erklärte: "Es war super hier heute für die HSG zu spielen. Es waren viele bekannte Gesichter da und es war ordentlich Stimmung in der Halle. Ich habe gut reingefunden und freue mich natürlich, wenn ich mit einer guten Leistung der Mannschaft helfen kann."

Nach dem Halbzeitstand von 11:7 kamen die Gastgeber zunächst griffiger aus der Kabine  und zogen bis auf sechs Tore davon (15:9/39.). Doch die Dahlewitzer ließen nicht locker und kamen mit schnell hervorgetragenen Angriffen wieder auf zwei Treffer heran (18:16/48.). "Da hatten wir einen kleinen Bruch im Spiel. Durch unsere Auszeit haben wir glücklicherweise mit guten Kombinationen zurück in die Partie gefunden", erklärte Kaberidis. Letztendlich geriet der Heimsieg nicht mehr in Gefahr und fiel am Ende mit 29:22 vielleicht sogar etwas zu deutlich aus – verdient war er allemal. "Alle haben super mitgezogen, es war eine geschlossen Mannschaftsleistung", lobte der Spielertrainer, der aufgrund der dünnen Bank auch selbst für einige Minuten auf dem Feld stand. "Das möchte ich aber nur im Notfall machen, ansonsten haben die Spieler mein volles Vertrauen."

Beide Teams wollen in die Top 3

Sein Gegenüber Kai Müller-Schade erklärte: "Wir hatten leider keine Zeit, unsere neu formierte Mannschaft einzuspielen. Da ist es natürlich schwer, vor so einer Kulisse zu gewinnen. Außerdem waren wir körperlich unterlegen, das machen sie in Müllrose wirklich sehr gut", sagte der Dahlewitzer Trainer, der mit seinem Team unter den ersten drei Mannschaften der Verbandsliga Süd landen will.

Ähnliche Ansprüche hat die HSG. "Die Liga ist enger zusammengerückt. Aber wir wollen wieder unter den Top Drei landen", unterstrich Robert Kaberidis.

HSG Schlaubetal: Lars Möbus, Fiete Skrzypczak, Sven Adamzent – Mateusz Krzyzanowski 9 (5/5), Paskal Korau 4, Robert Kaberidis 1, Eric Zimmermann 5, Marc Eschenbach 7, Daniel Heine, David Krüger 1, Bernt Kratkey, Max Voß 2

Siebenmeter: HSG 5/5, Dahlewitz 3/3 – Zeitstrafen: HSG 5, Dahlewitz 4

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