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Handball
HSG bietet dem Favoriten lange Paroli

HSG-Akteurin Luisa Lehmann setzt sich gegen ihre Belziger Gegenspielerin durch.
HSG-Akteurin Luisa Lehmann setzt sich gegen ihre Belziger Gegenspielerin durch. © Foto: michael benk
Wilfried Hohmann / 08.10.2019, 06:00 Uhr
Müllrose Im Achtelfinale des HVB-Pokals trafen die Frauen der HSG am Sonnabendnachmittag auf den Tabellenfünften der Brandenburgliga Märkischer BSV Belzig. Diese warteten zuletzt mit zwei Remis gegen den HSC 2000 Frankfurt und den HSC Potsdam sowie einem 31:24 gegen den Oranienburger HC mit starken Leistungen auf. Von daher stand für den Siebten der Verbandsliga Süd normalerweise eine klare Niederlage zu befürchten. Dem war aber ganz und gar nicht so.

Die Gastgeberinnen, bei denen mit Nora Reinhardt, Sina-Sophie Schülke, Lea-Sue Panzer und Marie-Luise Otto vier Stammspielerinnen fehlten, begannen dieses Spiel ohne jeglichen Respekt. Nach einem 2:3-Rückstand in der 6. Minute bestimmten sie das Geschehen in der Schlaubetal-Halle. Basierend auf einer sehr gut eingestellten Deckung gelang ihnen durch Luisa Lehmann (2), Lysianne Kersten und Caroline Hallert vier Treffer in Folge und damit die 6:3-Führung.

Die Gäste waren von der Spielweise der Schlaubetalerinnen sichtlich beeindruckt. Diesen gelang es immer wieder, rechtzeitig gegen die torgefährlichen Halbspielerinnen aus Belzig herauszutreten und damit die Angriffe zu unterbinden. Da die Heimsieben auch im Angriff meist geduldig agierte und ihre Chancen auch nutzte, hatte die Führung der Müllroserinnen bis zum 8:7 in der 18. Minute Bestand. Erst danach gelang den Gästen der Ausgleich zum 8:8. Auch als die Belzigerinnen sich beim 9:11 auf zwei Tore absetzen konnten, wurden die Gastgeberinnen nicht nervös. Ganz im Gegenteil kämpfte sich die Mannschaft bis zur Pause wieder auf 11:12 heran.

Wer nun gedacht hatte, dass der Brandenburgligist mit Beginn der zweiten Halbzeit aufdrehen würde, sah sich getäuscht. Wiederum war es die HSG, die die spielerischen Akzente setzte. Zunächst glich Caroline Hallert zum 12:12 aus und anschließend eroberte Jasmin Henkelmann mit zwei Treffern die erneute 14:13-Führung für ihre Mannschaft. Das Spiel blieb weiter völlig offen und Anika Weber konnte mit in der 38. Minute den erneuten 15:15-Ausgleich erzielen.

Doch so langsam machten sich auf Seiten der Gastgeberinnen die fehlenden Wechselmöglichkeiten auf der Bank und damit der Kräfteverschleiß bemerkbar. Das zeigte sich insbesondere in der Abwehr, wo man nicht mehr so konsequent heraustrat und damit den gegnerischen Angreiferinnen mehr Raum ließ. Da auch beim Torabschluss die Konzentration nachließ, konnten die Gäste dies nutzen. Während den Schlaubetalerinnen acht Minuten kein Treffer mehr gelang, baute der Favorit seine Führung auf 15:19 aus.

HSG-Trainer Hallert zufrieden

Das veranlasste HSG-Trainer Tobias Hallert zu einem Team-Timeout. Auch, um seinen Frauen eine kurze Verschnaufpause zu geben. Danach konnten die Gastgeberinnen durch Anika Weber und Lysianne Kersten noch einmal auf drei Tore verkürzen. Zu mehr sollte es dann aber nicht mehr reichen, da die Kräfte bei den Schlaubetalerinnen nun doch sichtbar nachließen. Am Ende gewann der MBSV mit fünf Toren Vorsprung, konnte spielerisch aber lange Zeit nicht überzeugen.

So zeigte sich Tobias Hallert sehr zufrieden: "Ich kann meiner Mannschaft für diese Leistung nur ein Kompliment machen. Solange die Kräfte reichten, waren wir dem Gegner heute völlig ebenbürtig. Vor allem in der Abwehr haben die Mädels eine starke Leistung geboten. Aber auch im Angriff waren wir heute wesentlich effektiver als in den letzten Punktspielen. Dass uns am Ende etwas die Luft ausging, ist bei nur zwei Wechselspielerinnen nur zu verständlich. Insofern hat Belzig am Ende verdient gewonnen", erklärte der HSG-Trainer.

HSG Schlaubetal-Odervorland: Marianne Schulz, Melanie Dahms – Caroline Hallert, 5, Viktoria Lampe, Lysianne Kersten 4/0, Jasmin Henkelmann 2, Luisa Lehmann 4/1, Sarah Regen 2, Jenny Hale, Anika Weber 2

Schiedsrichter: Christian Wanitschka, Randy Müller – Siebenmeter: HSG 2/1, BSV 4/2 – Zeitstrafen: HSG 1, BSV keine

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