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Denkmal für starke Frauen

© Foto: Sören Tetzlaff
sklamann / 05.12.2010, 17:37 Uhr
Eberswalde (In House) Mit der neuen Sonderausstellung „Anmut sparet nicht noch Mühe“ setzt das Museum in der Adler-Apotheke mehr als 50 Frauen ein Denkmal, die einst in Eberswalde Außergewöhnliches geleistet haben und heute zumeist vergessen sind. Wer kennt zum Beispiel noch Caroline Ebart, Helene von Oppen oder Emmy von Winterfeld-Warnow? Erstere lebte von 1788 bis nach 1844 und hat in einer Zeit, in der ihren Geschlechtsgenossinnen noch nahezu jede berufliche Betätigung verwehrt war, mit Umsicht und Energie die Papierfabrik Spechthausen geleitet. Die Zweite (1879 bis 1966) führte die Evangelische Frauenhilfe auf Stadt- und Kreisebene und stand auch der Bahnhofsmission vor. Gegen ihre Absetzung durch die Nationalsozialisten protestierten mutige Eberswalderinnen – allerdings vergeblich. Und die Dritte (1861 bis 1937) gehört zu der beachtlichen Riege an Schriftstellerinnen, die Eberswalde hervorgebracht hat. Ihr erster großer Roman „Deutsche Frauen in schwerer Zeit“ erschien 1901, zuvor hatte sie Geschichten wie „Des Mönchs Fluch“ über das Kloster Chorin und andere lokal geprägte Beiträge veröffentlicht.

Zu den Ehrengästen der Eröffnung gehörten Ursula Mächler (85) und Gertrud Krumnow (87) – zwei starke Frauen, die in Eberswalde mit ihrem gemeinsam betriebenen Fotoatelier bekannt geworden sind, das von 1946 bis 1983 bestand. „Von uns stammt die Serie an Trümmer-Fotos, die im Museum zu sehen ist und bald in der neuen Ausstellung gezeigt wird“, sagte Ursula Mächler.

Die Schau greift das aktuelle Kulturland-Thema auf und läuft bis zum 13. März 2011.

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