Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Großinvestor steht in den Startlöchern

Britta Gallrein / 10.12.2010, 08:50 Uhr
Bernau (In House) Dass sie an einer Ansiedlung des auf umweltfreundliche Verbrennungsmotoren spezialisierten Werkes interessiert sind, bewiesen bereits der Stadtentwicklung- und der Wirtschaftsausschuss. Beide Gremien stimmten der Einleitung eines Verfahrens zu, in dem ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden soll. Dort soll ein Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesen werden – die Voraussetzung für weitere Planungen.

Das baden-württembergische Unternehmen Weber Motor plant bereits seit langem den Bau eines Motorenwerkes an der Schwanebecker Chaussee in Bernau. Für die Stadt könnte es ein großer Gewinn sein, wenn der Automobilzulieferer sich nieder ließe. Er will 200 Arbeitsplätze schaffen.

Fast ein Jahr dauern die Verhandlungen bereits. Die Entscheidung für oder gegen den Standort hatten die Verantwortlichen bei Weber eigentlich schon für Ende Juni angekündigt, doch die Absprachen gestalteten sich schwieriger als erwartet.

Derzeitiger Knackpunkt sollen die Altanschlusskosten auf der ehemaligen militärischen Konversionsfläche (GUS-Fläche) sein, die sich auf rund eine Millionen Euro belaufen sollen und über deren Übernahme sich Weber Motor sich bislang nicht mit dem Eigentümer, der Brandenburgischen Bodengesellschaft, einigen konnte. Dass die BBG wegen der Grundstücksverkäufe in Zusammenhang mit dem ehemaligen Brandenburgischen Innenminister Rainer Speer in die Schusslinie geraten ist, macht die Verhandlungen nicht gerade einfacher. Georg von Falck, Pressesprecher von Weber Motor, ist dennoch zuversichtlich, dass es bald zu einer Einigung kommt. „Wir befinden uns in Endverhandlungen“, bestätigte Falck. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende Januar den Kaufvertrag unterschrieben haben.“

Die Landes-Wirtschaftsfördergesellschaft ZAB sowie die kreisliche WITO stehen in engem Kontakt zum Investor. Der lobte aber auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Bernau. „Die Stadt tut, was sie kann“, so Pressesprecher von Falck. Der erste Schritt ist mit der Zustimmung zur Änderung des Bebauungsplanes in den Ausschüssen getan, am kommenden Donnerstag entscheidet endgültig die Stadtverordnetenversammlung.

Weber Motor will auf dem Gelände einen Fertigungs- und Forschungsstandort entwickeln. Dies soll zunächst auf einer 18,2 Hektar großen Teilfläche geschehen. Ziel des Bebauungsplanes ist auch, das denkmalgeschützte Hauptgebäude zu erhalten. Ein Punkt, mit dem der Investor offensichtlich keine Probleme hat.

Großinvestor „Weber Motor“ will bis Ende Januar seine Ansiedlung in Bernau perfekt machen und das Gelände an der Schwanebecker Chaussee kaufen. Die Stadt muss nun noch den Bebauungsplan ändern.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG