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Junger Athlet auf Weg nach oben

U-20-Weltmeisterschaft in Kanada: Der Beeskower Pohle lag auf der Bahn in Kanada zunächst in Führung, wurde am Ende jedoch Elfter.
U-20-Weltmeisterschaft in Kanada: Der Beeskower Pohle lag auf der Bahn in Kanada zunächst in Führung, wurde am Ende jedoch Elfter. © Foto:
Roland Hanke / 22.01.2011, 07:05 Uhr - Aktualisiert 02.02.2011, 15:15
Beeskow (In House) Das Jahr 2011 steckt noch in den Kinderschuhen, doch seinen ersten Titel hat sich Leichtathlet Hagen Pohle bereits gesichert. Der 18-Jährige aus Beeskow wurde Berlin-Brandenburger Hallen-Meister im Bahngehen über 5000 Meter. Und das auf seiner Heimanlage beim SC Potsdam, für den der Sportschüler startet.

Das war gewissermaßen ein Aufgalopp für den jungen Mann aus der Kreisstadt. Denn im Jahr 2011 hat er sich allerhand vorgenommen. Nach dem Trainingslager Ende Januar/Anfang Februar stehen für ihn Mitte/Ende Februar mit den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften und den Deutschen Hallen-Meisterschaften die ersten Saisonhöhepunkte auf dem Programm. „Da will ich wieder vorn mitmischen“, sagt Hagen Pohle selbstbewusst.

Er hat auch allen Grund dazu, denn im vergangenen Jahr hat der U-18-Weltmeister von 2009 einige weitere Titel in seinen Besitz gebracht. Er wurde Deutscher Jugendmeister über 10 km, Deutscher A-Jugendmeister über 10  000 m Bahngehen und Deutscher Jugendhallenmeister über 5000 m Bahngehen. Zudem belegte er Platz vier bei den Deutschen Hallenmeisterschaften über 5000 m Gehen sowie Rang elf bei der U-20-Weltmeisterschaft über 10  000 m Bahngehen in Kanada.

Daran will er anknüpfen und auch international bei den Junioren-Europameisterschaften in Estland im Juli nach Edelmetall greifen. Dass er das Zeug dazu hat, davon ist seine Trainer Manja Berger überzeugt. „Hagen hat eine sehr gute Technik, er trainiert fleißig und konzentriert. Und er ist ein Wettkampftyp, der auch schon mal so ein richtiges Ding raushauen kann.“ Und sie glaubt auch, ihn zu Olympia führen zu können. 2012 London heißt der große Traum. „Doch ich setzte mich nicht unter Druck. In dem Jahr steige ich auf die 20 Kilometer um. Die Olympia-Norm ist da sehr hart. 2016 ist wohl eher realistisch“, glaubt Hagen Pohle, der beim Neujahrslauf 2000 in Beeskow Feuer für das Laufen gefangen hatte. Sein erster Trainer war sein Vater Hartmut. Probiert hat sich Hagen im Duathlon und Triathlon, doch das Laufen hat ihm mehr gefallen. Seit 2005 besucht er die Sportschule in Potsdam und will 2011 sein Abitur ablegen.

Den Wechsel zum Gehen vollzog Hagen Pohle im Jahr 2007. Die Entscheidung für das Gehen hat der Beeskower ebenso wenig bereut wie seine Familie. Mutter Beatrix, Vater Hartmut, Bruder Philipp und Opa Horst stehen voll hinter Hagen, begleiten ihn zu fast allen Wettkämpfen und unterstützen ihn nach Kräften. Und die Erfolge geben ihnen Recht.

Trotz aller Titel und öffentlichen Auftritte – so war der Beeskower 2010 auch Jury-Mitglied bei der Aktion „Sterne des Sports“ – bleibt Hagen Pohle bodenständig. Geht gerne zum Zuschauen bei den Handball-Männern des SSV Rot-Weiß Friedland – dem Verein gehört er auch an –, ist Fan des Fußball-Drittligisten Carl-Zeiss Jena sowie der Eishockey-Eisbären Berlin. Neben dem Sport und mit Freunden etwas zu unternehmen gehört auch Essen zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Und was schmeckt am besten? „Das Essen von Mama.“

Anlässlich der Umfrage zu den populärsten Sportlern des Kreises Oder-Spree für das Jahr 2010 stellt die Märkische Oderzeitung in loser Folge alle 36 Kandidaten vor. Heute: Geher Hagen Pohle aus Beeskow.

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