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Solarpark wird in Mixdorf Steuern zahlen

Ralf Loock / 19.03.2011, 07:59 Uhr - Aktualisiert 19.03.2011, 11:07
Mixdorf (In House) Mit den Bauarbeiten für den geplanten Solarpark soll in etwa vier Wochen begonnen werden. Dies kündigte Dennis Seiberth, Geschäftsführer der Wirsol Deutschland GmbH, bei der Sitzung der Gemeindevertretung Mixdorf am Donnerstag an.

Vor mehr als 100 Zuhörern trug der Geschäftsführer das Konzept des Unternehmens im „Krug zum Schlaubetal“ in Mixdorf vor. Die Wirsol Solar AG mit Sitz im südwestdeutschen Waghäusel sei eine international tätige Projektgesellschaft für die Planung, den Bau und die Finanzierung von Solarkraftwerken jeder Größe. Unternehmensstandorte sind Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, USA, Frankreich, Großbritannien und Türkei. Die Firma habe mit rund 150 Mitarbeitern im vergangenen Jahren einen Umsatz von 167 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das Projekt in Mixdorf war eigentlich von einem Unternehmen in Cottbus vorbereitet worden, der German Solar. Die Kosten der Investition waren bislang auf rund 50 Millionen Euro veranschlagt worden. Die Cottbuser Firma hat 90 Prozent der Anteile des Mixdorfer Projekts an die Wirsol verkauft. Wie Dennis Seiberth jetzt in seinem Vortrag ankündigte, wolle man den Cottbusern auch die verbliebenen zehn Prozent gerne abnehmen. Derzeit werde das Gelände, das früher als Tanklager der sowjetischen Streitkräfte genutzt worden war, geräumt. Die Tanks seien in den neunziger Jahren ausgebaut worden, aber auch heute noch finde man dort viel Schrott. So habe man erst kürzlich auf einem Feld etwa 20 alte Reifen ausgegraben.

Der Solarpark soll noch im Sommer ans Netz gehen, als frühestes Datum war bislang der 30. Juni genannt worden. Bürgermeister Karl-Friedrich Rubach wollte nach dem Vortrag wissen, wo die Betreibergesellschaft künftig ihren Sitz nehmen werde und ob man auch Betriebe aus dem Schlaubetal beim Bau einsetzen wolle. Der Unternehmenssitz sei wichtig, denn an diesem Ort müsse der Betrieb auch seine Gewerbesteuer entrichten.

Man werde auch Firmen aus der Region bei der Auftragsvergabe berücksichtigen, beispielsweise bei den Abrissarbeiten und beim Bau einer Kabeltrasse, antwortete Dennis Seiberth. Die Betreibergesellschaft werde aus vier Firmen bestehen, die alle ihren Sitz in Mixdorf nehmen und folglich auch hier Steuern zahlen werden, sagte er.

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