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Im Wahrzeichen zu den Wahrzeichen

Werbung für den Obus: Mandy Kutzner von der Barnimer Busgesellschaft freut sich über die druckfrischen Faltblätter, die dem Strippenfahrzeug und Eberswaldes Sehenswürdigkeiten ein Denkmal setzen.
Werbung für den Obus: Mandy Kutzner von der Barnimer Busgesellschaft freut sich über die druckfrischen Faltblätter, die dem Strippenfahrzeug und Eberswaldes Sehenswürdigkeiten ein Denkmal setzen. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 24.08.2011, 19:38 Uhr
Eberswalde (MOZ) Nur noch in drei deutschen Städten hängen Busse an Oberleitungen. Aus Eberswalde ist die Strippe nicht mehr wegzudenken. Mit einem druckfrischen Faltblatt hat das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus dem rollenden Wahrzeichen jetzt nicht nur ein Denkmal gesetzt.

„Der Eberswalder Obus ist ein Werbebotschafter, wie wir ihn uns kaum besser wünschen könnten“, sagt Bürgermeister Friedhelm Boginski. Jetzt gehe es darum, seinen Bekanntheitsgrad weiter zu steigern und für den Tourismus in Eberswalde und Umgebung einzusetzen.

Die Schar der Anhänger des umweltfreundlichen Verkehrsmittels wächst bundesweit. Technikliebhaber aus halb Europa wissen die Barnimer Kreisstadt mit ihrer mehr als 70-jährigen Obus-Geschichte zu schätzen, die den anderen deutschen Obusstädten Solingen und Esslingen nicht nur die längere Laufzeit, sondern auch ein klares Bekenntnis für die Zukunft voraus hat. „In Eberswalde ist der Obus dank der richtungsweisenden Entscheidung des Barnimer Kreistages alles andere als ein Auslaufmodell“, sagt der BBG-Geschäftsführer Frank Wruck.

Seit dem vorigen Jahr wird die Eberswalder Obus-Flotte Fahrzeug um Fahrzeug erneuert. Neun hochmoderne Fahrzeuge des polnischen Herstellers Solaris sind bereits in der Stadt unterwegs, die jüngsten drei kamen in der vorigen Woche. „Weitere drei Obusse dieses Typs erwarten wir im Frühjahr kommenden Jahres“, kündigt Mandy Kutzner an, die bei der BBG das Marketing verantwortet. Sieben der in Eberswalde ausgemusterten MAN-Obusse sind bereits per Tieflader nach Budapest gebracht worden. In der ungarischen Hauptstadt werden sie ab November unterwegs sein. Acht MAN-Busse rollen noch durch Eberswalde, fügt Mandy Kutzner hinzu.

Der Chronik der Strippe in der Barnimer Kreisstadt ist auch ein Abschnitt in der neuen Veröffentlichung „Mit dem Obus unterwegs“ vorbehalten, von deren ersten Auflage 10 000 Exemplare gedruckt wurden und die sich nicht nur an technisch oder geschichtlich Interessierte richtet.

Im Gegenteil: Die Herausgeber des 24-seitigen Werks, allen voran Mitautor Reinhard Schliebenow vom städtischen Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus, verfolgen ein handfestes unternehmerisches Ziel: Sie wollen mit dem Faltblatt vor allem Ausflügler auf die vielfältigen Besichtigungsmöglichkeiten in Eberswalde und Umgebung aufmerksam machen. Deshalb ist das Werk wie eine Stadtkarte angelegt, auf der neben den Buslinien auch touristische Leuchttürme wie das Museum in der Adler-Apotheke, die Maria-Magdalenen-Kirche, die Alte Forstakademie, der Zoo, das Wald-Solar-Heim, das Luftfahrtmuseum in Finowfurt, das Schiffshebewerk Niederfinow und das Kloster Chorin in kurzen Stichworten beschrieben werden. „Viele dieser Sehenswürdigkeiten lassen sich mit dem Obus, alle mit Bussen der BBG erreichen“, betont Reinhard Schliebenow.

„Wir laden alle Besucher Eberswaldes dazu ein, am Bahnhof in den Obus zu steigen und sich mit dem rollenden Wahrzeichen bequem zu den anderen Wahrzeichen der Stadt bringen zu lassen“, sagt Ronald Thiel, der das städtische Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus leitet. Es gehe darum, die Gäste zu einem längeren Aufenthalt in Eberswalde zu ermuntern.

Die neue Veröffentlichung istmit dem gleichen grafischen Aufbau wie die Broschüren „Eberswalder Leuchttürme“ und „Eberswalder Höhenpass“ gestaltet. Das grüne Farbband mit der Aufschrift „Natürlich Eberswalde“ soll den Wiedererkennungswert verbessern.

Die ersten Faltblätter „Mit dem Obus unterwegs“ werden am ?24. September auf dem Reisemarkt am Berliner Ostbahnhof verteilt. Zu den weiteren Stationen gehört im Oktober die Expo in München.

Ab sofort ist das Werk im Servicecenter der BBG am Paul-Wunderlich-Haus und in den Tourismus-Informationen der Stadt kostenlos zu beziehen.

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