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Skaterhalle und Schulsanierung

Wo sonst gefeiert wird, diskutierten am Donnerstag die Jugendlichen mit ihren OB-Kandidaten. Foto: Lenz
Wo sonst gefeiert wird, diskutierten am Donnerstag die Jugendlichen mit ihren OB-Kandidaten. Foto: Lenz © Foto:
Annika Lenz / 02.09.2011, 13:40 Uhr - Aktualisiert 02.09.2011, 14:51
Brandenburg/Havel (MZV)

Oft wird bemängelt, dass sich Jugendliche zu wenig für Politik interessieren. Doch von Politikverdrossenheit kann in der Havelstadt angesichts der gut besuchten Podiumsdiskussion unter dem Motto „Brandenburg an der Havel – alte Stadt für junge Bürger“ am Donnerstag keine Rede sein.

Die amtierende Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) und ihre Konkurrenten Norbert Langerwisch (SPD), Alfredo Förster (Die Linke), Martina Marx (Die Grünen) und Sven Weller (Piratenpartei) stellten sich kurz vor der Wahl am 11. September im Haus der Offiziere den jungen Brandenburgern vor und gingen speziell auf ihre Fragen und Wünsche ein.

Nur wenige Plätze blieben unbesetzt, ein Beweis dafür, dass sich auch die jungen Brandenburger für das Stadtgeschehen und die Lokalpolitik interessieren. Sie selbst kamen zwar nicht direkt zu Wort, hatten aber die Möglichkeit, ihre Fragen an Sebastian Hocke und Martin Bauch heranzutragen. Die beiden Moderatoren der Podiumsdiskussion richteten diese dann auf der Bühne in lockerer Atmosphäre an die fünf Oberbürgermeisterkandidaten. Dabei zeigte sich, welche Themen die jungen Wähler am meisten bewegen und welche Vorstellungen sie von ihrer Heimatstadt haben. So kam beispielsweise wieder einmal der Wunsch nach einer zentral gelegenen Skaterhalle zum Ausdruck. Doch abgesehen von Alfredo Förster, der sich diesbezüglich optimistisch zeigte, waren sich alle Kandidaten einig, dass es schwer sei, hier eine vernünftige Lösung zu finden. Auch die Entwicklung des Stadtteils Hohenstücken und die Sanierung der Schulen waren Themen, die den Jugendlichen unter den Nägeln brannten.

Die Politiker nahmen alle Fragen ernst und bemühten sich sichtlich, vor ihren potentiellen Wählern eine gute Figur zu machen. Mit seinem Vorschlag, die Kneipenlandschaft auszubauen und mehr Möglichkeiten und Plätze zum Feiern zu schaffen, konnte besonders Norbert Langerwisch bei der Jugend punkten. Ob ihm das auf seinem Weg zum Amt des Oberbürgermeisters hilft, wird sich am kommenden Sonntag zeigen.

Die Politiker und Moderatoren betonten mehrmals, wie wichtig die Wahlbeteiligung jedes Einzelnen sei und, dass die Stimmen der jungen Leute zähle. Dennoch gab es ein paar wenige, die sich auch nach der Diskussionsrunde nicht mit den OB-Kandidaten anfreunden konnten. „Ich bin nach wie vor unentschlossen und werde mich dann am Sonntag spontan entscheiden, wem ich meine Stimme gebe“, sagte Sophie-Maria Adam nach der Veranstaltung. Ein weiterer Teilnehmer kündigte an, erst gar nicht wählen zu gehen, da er sonntags seinen Rausch ausschlafen müsse und sein Favorit sowieso das Rennen mache, egal ob er nun seine Stimme abgebe oder nicht.

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