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Linumer Landhof öffnet am 1. September

18.08.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 18.08.2011, 06:13
linum Linum (zig) – Er sieht zwar immer noch nach einer Baustelle aus. Doch ab Montag wird der Linumer Landhof erstmals seine Türen für Kunden öffnen. Dann können dort Saftfans die neu entstandene Lohnmosterei ausprobieren.

„Es wird erstmal ein Probelauf werden“, erklärt Bernhard Schlüchter, der mittlerweile mit seiner Mosterei vollständig vom alten Standort in Lüchfeld ins Storchendorf umgezogen ist. Gemeinsam mit Regine Scholz-Berg und deren Mann Thomas ist er fortan in der Nauener Straße 50 in Linum zu finden und wird dort so ziemlich jedes Obst und Gemüse zu Saft machen, das sich pressen lässt.

In Lüchfeld reichte Schlüchter der Platz nicht mehr aus, und überhaupt sei es gemeinschaftlich einfach spannender, stimmt er Scholz-Berg zu. „Wir wollten unsere Kräfte bündeln und auch eine Konkurrenz zueinander vermeiden“, erklären beide unisono. Zumal nach dem aufwendigen Umbau im neuen Gebäude im Storchendorf auch weitaus mehr möglich sein wird. Denn neben der Lohnmosterei und dem Hofladen mit eigenen Produkten sowie denen befreundeter regionaler Hersteller bietet der Linumer Landhof nach seiner Fertigstellung sehr viel.

So gibt es im Dachgeschoss einen Veranstaltungsraum, der vermietet werden kann. Im Nebenraum soll später einmal eine „Apfel-Universität“ entstehen – eine Art Bibliothek, die sowohl Fachbücher als auch Romane zu der Frucht enthält. Eine Küche bietet Platz, um etwa Marmeladenrezepte auszuprobieren und auf den überdachten Außenflächen können sich die Gäste in entspannter Atmosphäre erholen – all das absolut ebenerdig und damit zu 100 Prozent barrierefrei. Doch auch an alle jene, denen der Weg nach Linum zu beschwerlich ist, wurde gedacht. Die Produktpalette des Linumer Landhofes wird demnächst in einem eigenen Onlineshop zu erhalten sein. Ideen für weitere Angebote gibt es zuhauf. Scholz-Berg beispielsweise liebäugelt mit einer Brennerei. Drei fest angestellte Mitarbeiter werden dafür sorgen, dass sich so viel wie möglich dieser Ideen dann auch wirklich umsetzen lassen. Großen Wert legt die Geschäftsführerin des Linumer Landhofes dabei auf die Tatsache, dass sie die Atmosphäre eine Familienbetriebes erreichen möchte. Dies bedeutet etwa, dass auch gemeinsam gegessen werde und es nicht nur eine Firma sondern auch ein sozialer Treffpunkt werden soll.

Für Schlüchter verändert sich mit dem Umzug ins Storchendorf aber nicht nur der Standort – auch das Angebot wurde erweitert. So sorgt eine neue Entsteinungsmaschine fortan dafür, dass Früchte unbearbeitet angeliefert werden können. Sie sortiert alles aus, von den kleinen Nüsschen einer Erdbeere bis hin zum Pfirsichkern. Sowohl diese als auch alle anderen Maschinen sind dabei Bio-zertifiziert, erklärt Schlüchter stolz. Damit kann der Landhof auch Bio-Säfte herstellen.

Im Gegensatz zu industriell hergestellten Säften wird in Linum keine zusätzlicher Zucker für die Säfte verwendet. „Wir bieten nur naturtrüben Saft an“, erklärt Schlüchter. 95 Cent kostet dabei der Liter Saft. Im Preis ist damit schon die Flaschenabfüllung enthalten. Sowohl Berg-Scholz als auch Schlüchter wollen jedoch nicht nur Saft herstellen, sondern ihren Betrieb auch Schulklassen zugänglich machen. „Man muss die Menschen im jungen Alter an das Thema heranführen.“ Zumal es auch eine besondere Erfahrung sei, die Früchte von Hand zu pflücken und dann zu beobachten, wie daraus ein leckeres Getränk wird.

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Nach der Eröffnung am 1. September wird der Hofladen des Linumer Landhofes täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Außerhalb dieser Öffnungszeiten sollten sich Gäste vorher anmelden. Da die Festnetznummer noch etwas auf sich warten lässt, ist dies derzeit nur möglich unter ✆ (01 71) 2 88 98 43. Der Onlineshop wird demnächst erreichbar sein auf http://www.linumer-landhof.de

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