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Dietlind Tiemann bleibt Bürgermeisterin in Brandenburg/Havel

Thomas Messerschmidt / 11.09.2011, 20:47 Uhr - Aktualisiert 12.09.2011, 14:56
Brandenburg/Havel (MZV) „Ich sage ganz einfach Danke!“, wandte sich Dr. Dietlind Tiemann mit etwas wackliger Stimme und nach hörbarem Durchatmen an ihre etwa 300 Anhänger, die in der Panorama-Bar zur CDU-Wahl-Party zusammengekommen waren, um die Wahlergebnisse abzuwarten und schließlich einen deutlichen Sieg zu feiern.

Lag Tiemann bereits nach Auszählung von 45 der 75 Wahlbezirke mit rund 56 Prozent vorn, lautete das vorläufige Abschlussergebnis dann auch: 56,4 Prozent. Liegt die CDU im Dombezirk (64,6%) und Neustadt (61,4%) gewohnt gut im Rennen, kann Tiemann zudem Altstadt (53,1%), Nord (54,6%) und Görden (56,1%) für sich verbuchen. Außerdem Plaue (50,7%), Kirchmöser (56,1%) und die Mehrzahl der Briefwähler (53,4%). Unerwartet ist der Wahlausgang in Hohenstücken, wo Brandenburgs alte und neue Oberbürgermeisterin nur 0,1% unter der 50-Prozent-Hürde blieb.

Dessen ist sich nicht zuletzt MdB Katherina Reiche (CDU) sicher, die sogleich noch eine Glückwunsch-SMS von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durchgab. Und die CDU-Landesfraktions-Vorsitzende Saskia Ludwig bilanzierte: „Ein super Ergebnis“ und begründete, „Frau Tiemann hat eine tolle Arbeit geleistet und die ist anerkannt worden.“

Ähnlich formulierte es auch CDU-Nachwuchs-Hoffnung Jacob Schrot, dachte aber weiter: „Ein toller Erfolg für die Partei, allerdings ist die Wahlbeteiligung weniger gut. Wir müssen noch mehr tun, das sich die Leute wieder stärker für Politik interessieren.“ Tatsächlich machten nur 42,3 Prozent der 62.089 Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

In Groß Kreutz (Havel) waren es zumindest 45,4 Prozent, die Tiemanns CDU-Kollege Reth Kalsow einen großen Sieg bescherten. Der hatte mit Sozialdemokrat Bernhard Rabe-Rademacher nur einen Gegenkandidaten und den weit hinter sich gelassen. Letzterer konnte 19,9 Prozent von sich überzeugen; Kalsow schaffte 80,1 Prozent. In jedem der acht Ortsteile stand am (vorläufigen) Ende Reth Kalsow als Sieger fest, am deutlichsten in der Heimatgemeinde beider Kontrahenten – hier holte Kalsow 552 Stimmen, Rabe-Rademacher (1999 zugezogen) 47. „Ich hatte auf solch ein Ergebnis gehofft, aber nicht ganz daran geglaubt. Ich danke allen Wählern, die mit ihrer Stimme meine Arbeit und die Arbeit der Verwaltung würdigen. Wir werden uns weiter für Groß Kreutz (Havel) stark machen!“

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