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Museums-Konzept für Alte Schule vorgelegt

Wechselnde Geschichte im Dachstübchen

Manja Wilde / 24.11.2011, 20:26 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Am Sonnabend dürfen Gäste des Kirchturmfests erstmals einen Blick in die sanierte Alte Schule werfen. Noch sind die Räume Baustelle. Gisela Schuldt, Vorsitzende des Verschönerungsvereins, weiß aber schon, wie sie gestaltet werden könnten. Im Sozialausschuss stellte sie das Museums-Konzept vor.

Die Geschichte von Woltersdorf ist viel umgezogen. Aus dem alten Rathaus wanderten archäologische Funde und Kriegserinnerungen in die Alte Schule. Als diese saniert wurde, verschwanden die Exponate in Kisten. Zehn Bürger aus Woltersdorf haben diese eingelagert.

Bald soll das historische Andenken wieder gezeigt werden. Am Mittwochabend stellte Gisela Schuldt, Vorsitzende des Woltersdorfer Verschönerungsvereins, das Konzept vor. Die einst über 500 Quadratmeter große Fläche für Exponate und Fundus schrumpft in der sanierten Schule auf rund 200 Quadratmeter zusammen. „Wir müssen mit 70 Prozent weniger Platz auskommen“, bedauert Gisela Schuldt. Gemäß einem Mietvertrag, den der Verein mit dem früheren Bürgermeister Wolfgang Höhne aufgesetzt habe, stünden dem Museum das Obergeschoss und die linke Hälfte des Dachgeschosses zu, sagt Gisela Schuldt.

Im Obergeschoss gibt es vier Räume. Die Themen Geologie und Archäologie sollen einen füllen, die Geschichte von Handwerk, Schleuse und Gewerbe einen zweiten. Auf der anderen Seite des Treppenhauses soll das historische Klassenzimmer wieder entstehen. Mit den Themen Siedlung, Bildung und Alltag teilt es sich die Fläche. Und der vierte Raum ist dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie Persönlichkeiten des Ortes gewidmet.

Im Dachgeschoss geht das Konzept von zwei Zimmern aus – eines für Wechselausstellungen, das andere für Fundus und Archiv. Gisela Schuldt fürchtet aber, dass ihr diese Räume in einem neuen Mietvertrag streitig gemacht werden. „Im Dachgeschoss sollten die Räume wechselseitig genutzt werden“, sagte Bürgermeister Rainer Vogel (Grüne). Anfang 2012 soll ein neuer Mietvertrag aufgesetzt werden. „Das wird sicher nicht ganz konfliktfrei abgehen“, so Vogel. Da bestehe „Klärungsbedarf“, betonte Gisela Schuldt. Gegenüber der MOZ verwies sie darauf, dass ihr alter Mietvertrag bis Ende 2012 laufe. Man brauche aber Planungssicherheit, schon, weil die Vitrinen, die benötigt werden, Maßanfertigungen seien. Eine weitere „elementare Anforderung“ sei eine Garderobe mit Fächern für Schulmappen.

„Wir brauchen rund 15 000 Euro“, schätzte die Vereinsvorsitzende. Davon habe die Sparkasse 2000 Euro gespendet, weitere 1000 Euro Betriebe. Ans Kulturministerium sei ebenfalls ein Förderantrag gestellt worden, so Gisela Schuldt.

Das Konzept hat der Verein mit dem Landesmuseumsverband erarbeitet. Das Museum soll ein kultureller Ort werden, „ein Spiegelbild der Gemeinde und der Region“, sagt Gisela Schuldt. Letztlich zeige es, was sich die Gemeinde selbst Wert sei. Im Sozialausschuss erhielt der Vortrag viel Beifall.

Einen ersten Blick dürfen die Gäste des Kirchturmfestes, am Sonnabend, von 14 bis 18 Uhr, ins Haus werfen. Es darf nur das Treppenhaus betreten werden, „die Räume sind noch Baustelle und abgesperrt“, sagte Bauamtsleiter Dietrich Joecks.

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