Trainer Manfred Kuhle fuhr mit gemischten Gefühlen in die Landeshauptstadt. Einerseits vertraute er seiner Mannschaft - die sich souverän für die Endrunde qualifizierte, allerdings bei wenig Gegenwehr -, anderseits sind die Fläming-Schülerinnen in den Vergangenheit immer knapp gescheiterte. Vor drei setzte sich ein Team durch, das bei der Aufstellung mogelte, 2018 und 2019 sorgten vier beziehungsweise zwei kleine Bälle im Entscheidungsdoppel, dass Prenzlau die Nase vorn hatte.
Gegen das Cottbuser Pücklergymnasium setzten sich die Bad Belzigerinnen mit 6:3 durch, die Gastgeber wurden sogar mit 9:0 abgefertigt. So musste, wie schon in den Vorjahren, in der Partie gegen Prenzlau die Entscheidung fallen. Die Scherf-Gymnasiastinnen hatten zuvor ihre Begegnungen eindeutig mit 8:1 gewonnen.
Vor dem "Finale" gab es Überlegungen die Aufstellung zu ändern, doch Trainer Kuhle beendete die Gedankenspiele mit dem alten englischen Spruch: "Never change a winning team."So blieb alles beim Alten, was sich im Nachhinein als richtig erwies.
Die Mannschaft zeigte bei ihrer ersten echten Belastungsprobe erstaunliche Qualitäten. Hervorzuheben ist Lilly Dichte, die nach Absagen langjähriger Stammmkräfte, nicht nur einsprang, sondern sich auch taktisch sehr klug verhielt. Zusammen mit ihrer Partnerin Greta Ryll lösten sie als Doppel 3 souverän ihre Aufgaben. Mit einem 5:4-Erfolg lösten sie ihr Final-Ticket, das voraussichtlich Anfang Mai in Berlin ausgetragen wird.
Man darf gespannt sein, wie sich die Fläming-Schülerinnen dort schlagen werden, wenn es gegen die deutsche Jugend-Tischtennis-Elite geht. Doch wenn die Mannschaft mit den beiden Spitzenspielerinnen Eva Schippenbeil und Madlen Rospek(beide aktive Spielerinnen), Tanja Lehmann, Greta Ryll, Lilly Dichte und die Ersatzspielerin Lea-Bess Schüler, die gegen Potsdam einen souveränen Erfolg einfuhr, ähnlich auftritt, kann der Weg in der Endrunde weit führen. Einen besonderen Dank sprach Manfred Kuhle den Herren Schippenbeil und Schulze vom TSV Wiesenburg aus, die ihn bei seiner Aufgabe in Potsdam prima unterstützen.