Jeweils um die Mittagszeit erhielten drei ältere Bürger den Anruf eines Unbekannten, der sich als Prof. Dr. W… eines Potsdamer Krankenhauses ausgab und mitteilte, dass er Arzt auf der dortigen Covid-Station sei und gerade den Sohn, die Tochter beziehungsweise den Ehemann behandle. Nach Angaben des Anrufers ging es den sogar mit Vornamen benannten Familienmitgliedern sehr schlecht und sie könnten nur durch eine Spritze aus Amerika gerettet werden, die jedoch von der Krankenkasse nicht übernommen wird.

Angeblicher Arzt forderte 40.000 Euro

Der angebliche Arzt forderte die Angehörigen dann auf jeweils 40.000 Euro zu zahlen, um das Leben der Verwandten retten zu können. Die Angerufenen ließen sich nicht darauf ein, Geld an den Unbekannten zu geben, der akzentfreies Hochdeutsch sprach. Jedoch waren alle sehr aufgebracht und teilweise verängstigt, als sie bei der Polizei eine Anzeige über den Vorfall erstatteten. Dass es in allen Fällen der gleiche Anrufer gewesen sein muss, lässt sich auch auf Grund des immer gleichen, benutzten Namens des angeblichen Professors ableiten. Weiterhin wurden die Angerufenen offenbar nach ihren Vornamen ausgesucht, die bei zwei Geschädigten sogar gleich waren und von der Namensverbreitung auf einen Rentner schließen lassen.

Polizei warnt die Bevölkerung

Die Polizei gibt diese Sachverhalte zur Warnung an die Bevölkerung bekannt, sich durch derartige Anrufe nicht einschüchtern zu lassen und keinesfalls Geld an Fremde zu übergeben. Die Angerufenen werden gebeten, sich die angezeigten Telefonnummern zu notieren und die Polizei zu verständigen. Es werden dann Anzeigen aufgenommen und weitere Ermittlungen eingeleitet. Tipps zum Thema finden Interessierte auf der Homepage der Polizei Brandenburg www.polizei.brandenburg.de und unter www.polizei-beratung.de.