Schon auf dem Vorplatz war richtig Betrieb – und das nicht nur am Kinderkarussell. Neben Duftkerzen gab es alles vom Alpaka, Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und natürlich Glühwein. Bei Sonnenschein ließ es sich auch auf der Bank aushalten. Im Innenraum wurde fleißig gebastelt und gewerkelt. Wer noch kein Adventsgesteck hatte, konnte sich sozusagen auf den letzten Drücker noch eins selbst herstellen. Davon waren ganz besonders die Kinder begeistert. Auch am Tisch von Silvana Rinner aus Buchholz herrschte reger Andrang, dass die Stühle kaum reichten. Bei ihr konnten die Besucher Baumkugeln aus Filz basteln. Mir dieser einfachen Art des Filzens kamen auch die Kinder zurecht. Sie formten sich verschiedenfarbige Kugeln, die dann angefeuchtet wurden. Dann konnten sie mit einer Nadel das gewünschte Muster aufbringen. "Wir wollten etwas anbieten, was die Kinder sofort fertig mit nach Hause nehmen können", so Silvana Rinner.
Etwas lernen konnten die Besucher bei "Müllers". Müllerin Ina Hänsch-Goldau und Ehemann Paul zeigten, wie Mehl hergestellt wird. Außerdem hatten sie eine kleine Getreideausstellung aufgebaut. Dabei hatten sie auch nicht so bekannte Sorten wie Triticale mitgebracht. Dieses Getreide ähnelt dem Roggen, ist aber viel ertragreicher. "Ursprünglich wurde der Roggen ja zum Brot backen angebaut", erklärte die Müllerin. Triticale kann aber auch als Tierfutter verwendet werden, da es viel Eiweiß enthält und die Tiere es gut vertragen. Für den Adventsmarkt hatte Ina Hänsch-Goldau extra Triticale-Kekse gebacken. Diese sind viel würziger im Geschmack als die aus normalem Mehl.
Auch in der Weihnachtswerkstatt war viel los. Ingetraut Moritz aus Raben hatte für die Kinder Fensterbilder vorbereitet - aus Seide. Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt sie sich mit Seidenmalerei. Anfangs nur als Hobby. Als sie aber das Material doch zu annehmbaren Preisen bekam, machte sie ihr Hobby zum Beruf. Dafür hat sie einige Kurse belegt, für die sie nach Kassel gefahren ist. Denn die Volkshochschule bot damals keine derartigen Kurse an. Das änderte sich jedoch auf Grund der vermehrten Nachfrage und so gab Ingetraut Moritz schließlich selbst Kurse. Jetzt ist sie Rentnerin, beteiligt sich aber immer noch an Märkten in der näheren Umgebung. Zusätzlich macht sie aus alt neu – nämlich aus alten Glückwunschkarten. Die Erlöse daraus sammelt sie für die Gründung einer freien Oberschule im Fläming.  Neben Seidenmalerei konnten die Besucher Holzgegenstände mit Lötkolben verzieren und Kerzen aus Bienenwachs herstellen. Und auch der Weihnachtsmann kam zu Besuch.
Ganz gespannt warteten die Kinder auf die Aufführung der Gruboer Puppenbühne. Sie hatten sich eine Geschichte um einen Zauberer ausgedacht. Der Raum unterm Dach des Naturparkzentrums war proppenvoll, aber den Kindern machte es nicht aus, sie setzten sich einfach auf den Boden.