Bei den Apfeltagen in Raben konnte, sich die Gäste vom Geschmack einheimischer Sorten überzeugen. Die Mitarbeiter des Naturparkzentrums hatten in Absprache mit dem NABU auf dessen Streuobstwiese bei Bad Belzig schon Tage vorher fleißig Äpfel gesammelt. Diese wurden für das Fest zu Saft verarbeitet, den die Gäste käuflich erwerben konnten. Auf dem Fest selbst wurde der Saft zum Kosten gepresst. Das Schälen der Äpfel war dabei Chefsache. Naturparkleiter Stefan Ratering saß geduldig vor einem großen Bottich Äpfel und entfernte Madenstiche und schlechte Stellen. Zwischendurch musste er immer wieder den Kindern erklären, wie die Saftherstellung funktioniert. Dieser kommt nämlich nicht zwingend aus dem Tetrapack im Supermarkt.
Neu in diesem Jahr war das Apfelquiz. Was gab es zu gewinnen? "Wissen über den Apfel", schmunzelte Yvonne Lange, bei der die Teilnehmer anschließend erfuhren, ob sie richtig lagen. Schon erstaunlich, wie alt so ein Apfelbaum werden kann, immerhin zwischen 80 und 120 Jahre. Der älteste Apfelbaum Deutschlands steht übrigens bei Sassnitz und ist sage und schreibe 450 Jahre alt. Auch die Anzahl der Sorten, die es europaweit gibt, ist beachtlich: etwa 30.000. Aber woher kam der Apfel eigentlich? Während einige dachten, aus Lateinamerika, meinten andere, aus Zentral- und Westasien. Und lagen damit richtig.
Wer schält die längste Apfelschale, wer errichtet den höchsten Apfelturm? Die längste Schale war in Raben bis dato 375 Zentimeter lang, der höchste Turm 64 Zentimeter. Das ist jedoch nichts im Vergleich zum Weltrekord. Dieser steht bei 52,51 Metern!Es handelte sich dabei allerdings mit 567 Gramm um einen ziemlich großen Apfel. An der Schale wurde 11,5 Stunden geschält!
Auf dem Innenhof des Naturparkzentrums waren die dort stehenden Apfelbäume mit Schildern versehen, so dass sich die Besucher über die verschiedenen Sorten informieren konnten. Heiko Bansen schob wieder seinen berühmten Flammkuchen in den Backofen und im Café gab es Kuchen und Kaffee. Den n die Gäste bei wunderschönem Wetter auch im Freien genießen. Für die Kinder war Silvana Rinner aus Buchholz vor Ort. Ihr Hobby ist das Filzen. Auf Festen und zum Weihnachtsmarkt ist sie oft in Raben. Vor allem die Kinder waren von ihren Arbeiten begeistert und machten mit. So entstanden  - passend zum Motto des Tages - Äpfel und kleine Taschen in Apfelform aus Filz.