Wer in Borkheide nach einem thematischen Weg sucht, der sollte sich auf die Spuren von Hans Grade begeben. An den Wirkungs- und Erinnerungsstätten (Wohnhäuser, Museum, Werkstatt, Grab) vorbei, wird der interessierte Wanderer einiges über das Leben und Arbeiten des Flug-Pioniers erfahren. Empfehlenswert ist ein Start am Marktplatz direkt am Denkmal.
Dort, wo sich heute der Marktplatz befindet und das Hans-Grade-Denkmal zu finden ist, befand sich früher das Flugfeld Mars, Grades Flugplatz. Hier starteten die Flugmaschinen des Luftfahrtpioniers und seiner Schüler. Das Flugfeld hatte die Form einer Ellipse und erstreckte sich zwischen dem heutigen Friedhof   bis hin zum Sportplatz. Die gegenüber des Marktplatzes befindliche Schule trägt den Namen Grades.
Unser Weg führt uns Richtung Nord. Rechter Hand passieren wir das Restaurant und Hotel "Fliegerheim". Im Inneren befinden sich viele Erinnerungsstücke an den Flugpionier, hier logierten viele seiner Flugschüler.
Hinter den Gleisen und dem Bahnhof Borkheide geht es nach links, hier steht das erste Wohnhaus Grades in der Waldsiedlung, hier wohnte er bis 1914. Vor diesem Haus sind, wie an allen an Grade erinnernden Punkten, kleine Erläuterungstafeln von der Hans-Grade-Gesellschaft angebracht worden. Vor dem Weitergehen schauen Interessierte bitte nach links. Hinter den Bahngleisen sind die Gebäude der Rodenberg AG zu sehen. An dieser Stelle befand sich die erste Flugzeugfabrik Grades.
Wir gehen weiter die Straße des Friedens entlang. An deren Ende erreichen wir eine weite freie Wiesenfläche, es ist der Flugplatz Borkheide. Hier ist die IL-18 im November 1989 gelandet in der sich heute das Grade Museum befindet. Wenn man jetzt rechts herum geht kann man das Flugzeug  und einige weitere Exponate auf dem eingezäunten Museumsgelände sehen. Darunter mehrere Hubschrauber und Agrarflugzeuge.
Jetzt geht es schnurstracks in Richtung Norden. Da wo der Flugplatz aufhört, geht es leicht rechts in den Wald. Die Wanderer folgen dem Weg bis zum nächsten rechts abgehenden Waldweg. Hier abbiegen, bald ist die Karl-Marx-Straße erreicht und dort stehen die Wanderer direkt vor der zweiten Grade-Villa, die erst vor wenigen Jahren durch Grades Nichte, die bekannte Schauspielerin Brigitte Grothum, veräußert worden ist. Hinter dem Wohnhaus verfallen die Reste der ehemaligen Autofabrik von Grade.
Jetzt kann über die Karl-Marx-Straße in Richtung Bahnhof der Spaziergang fortgesetzt werden. Oder es geht wieder in den Wald über den Herrgottswinkel hinein und dann über den Paradiesweg (hier ist das Schloß Borkheide, versteckt hinter den Bäumen zu erkennen, außerdem die Kunstscheune Waldparadies, wo E-Bikes geliehen werden und gegebenenfalls in Hängematten übernachtet werden kann) zum Bahnhof. Leider gibt es keine weitere Möglichkeit die Bahngleise zu queren.
Wer noch Lust und Zeit hat, kann über die Schäper Straße (hier befindet sich Bine’s Bücherecke)  und den Uhlenhorst den Spaziergang in Richtung Friedhof fortsetzen, dort befindet sich das Grab von Grade, das in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen ist.
Über den Kirchanger, am Feuerwehrgerätehaus, dem Gemeindehaus und dem Waldbad vorbei geht es wieder zum Ausgangspunkt am Marktplatz. Für den Spaziergang sollten die Wandersleut alles in allem gut zwei Stunden einplanen. Sie können die Landschaft und den Wald genießen und lernen viel über die Anfänge der Fliegerei in Deutschland. Im Gemeindehaus ist ein Heft erhältlich, das diesen Spaziergang nachzeichnet. Und achten Sie bitte auf die Trafokästen im Ort, auch dort sind Episoden mit Hans Grade abgebildet.