„Anstrengend war es schon, aber wir haben uns immer gegenseitig motiviert“, so Marlene Grund über die Ausbildung zur Rettungsschwimmerin. Die 18-Jährige angehende Studentin hat - genau wie Dorothea Müller und Ivonne Kracht - diese kürzlich erfolgreich absolviert.
Mit Beginn der Badesaison in der Paul-Temming-Badeanstalt in Niemegk treten die drei Frauen quasi ihren Dienst an. „Eine von ihnen wird immer hier vor Ort sein“, erklärt Matthias Grund.

Drei neue Rettungsschwimmerinnen für die Niemegker Badeanstalt

Stolz stellte der Vereinsvorsitzende des Fördervereins Badeanstalt Niemegk 1929 e.V. in der vergangenen Woche die neuen Rettungsschwimmerinnen des Vereins vor - und überreichte ihnen ihre Dienstkleidung. Samt Trillerpfeifen, falls sie sich im Bad einmal Gehör verschaffen müssen. Dieser Tage wurde mittlerweile auch schon der Dienstplan geschrieben, damit die Badesaison 2021 im Freibad abgesichert ist.
„Im September letzten Jahres haben wir mit der Ausbildung begonnen“, erzählt Dorothea Müller. Bis November machten sich die drei Frauen jeweils sonnabends auf den Weg in die Schwimmhalle nach Piesteritz, wo die Ortsgruppe Wittenberg e.V. der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft die Rettungsschwimmer Ausbildung anbietet. Noch im Herbst, vor Beginn der Pandemie, konnten sie den praktischen Teil der Ausbildung abschließen. „Danach folgte die theoretische Prüfung“, ergänzt die 19-jährige Lehramtsstudentin. Über ihre Motivation, sich dieser Herausforderung zu stellen, sagt Ivonne Kracht: „Ich bin Mutter von zwei Kindern und möchte, dass auch künftig Mädchen und Jungen hier im Bad schöne Stunden erleben können.“

Vereinsmitglieder der zu Rettungsschwimmern ausgebildet

Schließlich musste in der Vergangenheit das Freibad am Schützenplatz mangels eines Rettungsschwimmers an einzelnen Tagen geschlossen bleiben. „Nichts ist schlimmer, als wenn Kinder im Sommer bei schönstem Badewetter aus diesem Grund wieder nach Hause gehen müssen“, so Matthias Grund. Weshalb der Vereins bestrebt ist, Vereinsmitglieder wie Ivonne Kracht, Dorothea Müller und Marlene Grund zu Rettungsschwimmern ausbilden zu lassen.
Drei junge Männer, die aufgrund der Pandemie die Prüfung noch nicht ablegen konnten, werden als nächste die Rettungsschwimmermannschaft des Vereins stärken. Bevor im Herbst die nächste Gruppe mit der Ausbildung beginnt.

Johanniter Regionalverband Potsdam-Mittelmark-Fläming stellt zwei weitere Rettungsschwimmer

Neben den Rettungsschwimmern des Niemegker Freibadvereins stellt der Regionalverband Potsdam-Mittelmark-Fläming der Johanniter auch in diesem Jahr zwei Rettungsschwimmer für das Niemegker Freibad. Bereits 2019 wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Stadt Niemegk als Eigentümerin des Bades und den Johannitern, die in Niemegk die Kita „Spatzennest“ betreiben, unterzeichnet. „Rettungsschwimmerposten zu besetzen, ist immer eine Herausforderung. Vor allem unter Berücksichtigung der Öffnungszeiten eines Bades von 8.00 bis 20.00 Uhr“, so Ralf Boost vom Regionalverband der Johanniter. Mit den engagierten Mitgliedern des Fördervereins und seinen drei frisch ausgebildeten Rettungsschwimmerinnen sind in Niemegk derlei Sorgen ausgeräumt - kann die Badesaison samt den vom Verein angebotenen Schwimmtrainings und Wettkämpfen sorgenfrei starten (siehe Artikel Seite 2).
Am 19. Juni soll das Niemegker Stadtschwimmfest und am 13. August das Niemegker Firmen-Schwimmstaffelturnier ausgetragen werden. Anmeldungen werden von den Mitgliedern des Fördervereins Badeanstalt Niemegk 1929 e.V. entgegen genommen.