Kurz vor Weihnachten 2019 wurde traditionsgemäß das neueste Buch der Brücker Bücherreihe „Geschichten von Brück und anderswo“ mit dem Titel „Ich hab’ da noch was gefunden“ vorgestellt. Sehr zum Bedauern vieler Bücherfreunde sollte dieses 10. Buch das letzte sein. „Aber ich konnte einfach nicht anders und fasste schon bald den Entschluss, weiterzumachen“, so Chronistin und Autorin Karin Hanusch.

Wenige Besucher im Archiv möglich

Immer wieder waren Anfragen von Bücherfreunden gekommen, die nicht glauben wollten, dass sie nicht wie gewohnt zum Weihnachtsfest ein neues Brück-Buch erwerben und verschenken können. „Coronabedingt konnte zum Weihnachtsfest 2020 kein neues Buch fertig werden, denn nur in begrenztem Umfang konnte ich das Kreisarchiv in Belzig für meine Nachforschungen nutzen. Auch das geplante, gemütliche Plauderstündchen in der AWO, bei dem Neuigkeiten über die Stadt ausgetauscht werden und das zu erwartende Buch angekündigt wird, durfte nicht stattfinden.“

Informatives zur Geschichte

Karin Hanusch weiter: „Aber ständig begegneten mir neue Fakten, über die ich noch nicht geschrieben hatte. Bürger, Amtsmitarbeiter und ehemalige Einwohner der Stadt baten um Unterstützung bei der Beantwortung spezieller Fragen zur Ortsgeschichte. Um jedem Hinweis nachzugehen, jede Frage beantworten zu können, waren umfangreiche Recherchen nötig, und dazu benötigte ich viel Zeit. Immer wieder fragte ich mich: Warum schreibst du nicht gleich selbst darüber? So erfährt doch kaum jemand das bisher Unbekannte! Gedacht, getan. Inzwischen sind 185 Seiten zusammengekommen, ein 11. Buch ist fast fertig. Und da ich weiter daran arbeite, ständig Ergänzungen vornehme, ist die Seite 200 bereits in Sicht.“ Auch der Buchtitel steht bereits fest: „Noch eine ZUGABE für die Geschichten von Brück und anderswo gefällig?“.

Spannende Geschichten rund um Brück

In dieser Zugabe warten erneut zahlreiche spannende Geschichten, alle in Beziehung zum Städtchen Brück, auf die Bücherfreunde. Da geht es unter andrem um Findlinge, sowohl um den ehemaligen Orientierungsstein an der Straßengabelung Bahnhofstraße/Chausseestraße/Straße der Einheit, an den sich nur noch wenige Einwohner erinnern, als auch um den Felsbrocken am Ortseingang. Berichtet wird von dem jüngsten Schützenkönig, den Brück jemals hatte, das war 1816 der sechzehnjährige Försterlehrling Ernst Grußdorf, der später im Auftrag des Preußenkönigs in Potsdam den Wildpark und die Pirschheide anlegte. In einem Porträt wird der Heimatdichter Otto Boettger-Seni gewürdigt, der im Damelanger Ausbau wohnte und in seinem Lieblingscafé Wäger in der heutigen Brücker Straße des Friedens 71 Geschichten über seine Wanderungen in die Umgebung schrieb. Ein Blick in die Historie von Brück-Ausbau wird ermöglicht und die Entstehung des Wohngebiets „Gänsematen“ umrissen, an Beispielen wird bewiesen, dass Brück noch immer ein Schauplatz krimineller Handlungen ist.

Karin Hanusch kann´s nicht lassen

Schon im Vorwort zum 11. Buch hat die Autorin formuliert: „Ich kann einfach nicht anders, ich muss es tun, muss schreiben ohne auszuruhen. Das macht mir Freude, das hält mich fit, da machen auch Kopf und Rücken mit.“
Die Zugabe zur Bücherreihe wird im Juni 2021 erscheinen, pünktlich zum 80. Geburtstag der Chronistin. Zeitgleich wird ein zweites Buch erscheinen, das bereits am Ende des 10. Buches angekündigt wurde: „Brück im Wandel der Zeiten. Chronologie der Ereignisse von 1989 bis 2019.“

Vorbestellungen ab 1. März 2021

„Mit diesen Büchern will ich mir selbst ein Geburtstagsgeschenk machen. Vorbestellungen für beide Bücher sind ab 1. März 2021 möglich. Das Schreiben an den Büchern hat mir das Ertragen der Corona-Einschränkungen erleichtert. Vielleicht wird meine Mitteilung die Geschichten-Liebhaber erfreuen und Vorfreude auf ein schönes Leseerlebnis wecken.“