Bereits bei der ersten Corona-Welle hat man sich in Borkheide Gedanken gemacht, wie die, die - womöglich alleine - zu Hause bleiben müssen, unterstützen werden können. Vor allem besonders gefährdeten Menschen möchte man dabei helfen, mit so wenig persönlichen Kontakten wie möglich durch die Zeit zu kommen. Da gerade aus der Gruppe der Senioren viele kein Internet haben, entstand die Idee, mit einer Haus-an-Haus verteilten Information die Kontakt- und Hilfsangebote bekannt zu machen.

Hilfe für das gesamte Amt

Dann kam die zweite Welle, und Andreas Kreibich (Bürgermeister von Borkheide), Egbert Eska (Bürgermeister von Borkwalde) sowie Oliver Notzke (Kirche Golzow) haben sich zusammengetan, um -zusammen mit den Hilfsorganisationen in den Gemeinden- dieses Projekt jetzt amtsweit durchzuführen. Bei der ersten Welle kam die Erkenntnis, dass eine nett gestaltete Karte ihr Ziel besser erreicht als ein Brief mit langen Erklärungen, und so ist dieses Werk entstanden, das einerseits daran erinnert, dass die Aktiven aus der ersten Runde immer noch bereit stehen und das gleichzeitig neuen Helfern die Möglichkeit gibt, sich ins Netzwerk einzubringen.

Der Wunsch nach einem Gespräch

Oliver Notze von der Kirche Golzow merkt an, dass in der zweiten Welle - zumindest bis jetzt - weniger die Einkaufshilfen im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Wunsch nach einem guten Gespräch.
Inzwischen sind die Karten gedruckt und zum größten Teil auch verteilt. Hier haben auch Sigrid Klink für Linthe und die Kirche Brück tatkräftig unterstützt. Wer also Hilfe beim Einkaufen oder im Haus braucht, oder ein offenes Ohr sucht, sollte nicht zögern und eine der Telefonnummern auf der Rückseite der Karte wählen. Gerade mit dem möglicherweise kommenden harten Lockdown dürfte das Thema wieder aktuell werden. An den Telefonen sitzen Menschen, die entweder selber helfen können oder einen Helfer vermitteln können. Also bei Bedarf bitte nicht zögern.