Die Jury, bestehend aus Vertretern des federführenden Agrarministeriums, des Städte- und Gemeindebunds, des Landesamts für Denkmalpflege, des Gartenbauverbandes, des Landesbauernverbandes, des Brandenburger Landfrauenverbandes sowie der Tourismus-Marketing- Brandenburg GmbH (TMB), stieß in dem 355-Einwohner-Ort Dippmannsdorf auf engagierte Einwohner, rund um den Ortsvorsteher Horst Gleisenring. Allesamt „alte Wettbewerbs-Hasen“. Nach einer kurzweiligen Diavorstellung des Ortes, welche unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung, die kulturellen Aktivitäten, das Gemeinschaftswesen, das äußerst aktive Vereinsleben, die bauliche Gestaltung und die ehrenamtlichen Einsätze beleuchtete, wurden per Fahrrad einige Stationen angepeilt. Die Stimmung war ausgezeichnet, nicht zuletzt dem sonnigen Wetter geschuldet. Die Jurymitglieder notierten, fotografierten und diskutierten, ließen sich aber nicht in die Karten schauen. Einige Vertreter um Jury-Mitglied Dr. Harald Hoppe vom Infrastrukturministerium besuchten Dippmannsdorf nicht zum ersten Mal, konnten so die Weiterentwicklung des Ortes sehen und bewerten.Dippmannsdorf präsentierte sich als ein aktives Dorf mit regem Gemeinschaftsleben. Der kleine Ort, der über Kita, kleine Grundschule, Turnhalle und Begegnungsstätte verfügt, kann über Abwanderung nicht klagen, Lehrstand gibt es nicht. Eher im Gegenteil, wie Gleisenring berichtet, ein Baugebiet für fünf Eigenheime wurde neu ausgewiesen. Die Dippmannsdorfer punkten mit ihrem Naturbad, dem Naturspielplatz und einem geselligen Vereinsleben. Immerhin sind in den sieben Vereinen des Ortes 307 Mitglieder registriert. Doch die Dippmannsdorfer ruhen sich nicht aus auf dem Erreichten. „Wir sind ein Ort mit Visionen“, so Gleisenring. So ist zum Beispiel noch in diesem Jahr die Fertigstellung der Beach-Volleyballanlage geplant, die Homepage www.dippmannsdorf.de soll in touristische Portale eingegliedert, die vielfältigen Freizeitangebote vermarktet werden. Die Jugend möchte gern ihren Bauwagen als Treffpunkt zurück und entlang der Bundesstraße werden neue Bepflanzungen kommen. Ein Maskottchen namens Dippsi - ein Eichhörnchen - soll „zum Leben erweckt“ werden. Nach der zweistündigen Erkundungstour durch Dippmannsdorf nahm die Wettbewerbs-Jury die Reise nach Raben auf sich.