Viele Gäste waren der Einladung gefolgt, um ihre Ideen einzubringen. Daraus wird eine Aufgabenstellung für die Planungsbüros – drei an der Zahl - entwickelt. Die finanziellen Mittel dazu stehen bereit. Da sich Wiesenburg im Wettbewerb zum Europäischen Dorferneuerungspreis befindet, könnte der Platz gut in die Bewertung einfließen. Er soll multifunktional gestaltet werden, also für Jüngere und Ältere geeignet sein. Zur Einleitung hatte man Professor Cordula Loidl-Reisch geladen. Die Österreicherin, derzeit tätig für die TU Berlin, beschäftigt sich seit langem mit dem Thema „Spiel“ und seinen Möglichkeiten. Ihr Vortrag gab den Anwesenden erste Anregungen. Es ist darauf zu achten, dass bereits Vorhandenes im Ort nicht wiederholt wird. Da das Areal nicht sehr groß, teilweise bewachsen und unterschiedlich in der Höhe ist, begaben sich die Anwesenden zu einer Ortsbesichtigung hinaus. Barbara Klembt wies noch einmal darauf hin, dass auch die Straße zwischen Platz und Schloss in die Gedanken mit eingebunden werden sollten.Anschließend wurde in drei Gruppen weiter diskutiert und „tabulos gesponnen“. Eine große Rolle spielte das Thema Klettern. Dafür sollten Möglichkeiten geschaffen werden, ebenso wie für Steine in allen Variationen. Da das Gelände am Pumpenhausberg liegt, könnte auch Wasser in die Gestaltung mit einfließen. Wichtig war den Anwesenden die Aufenthaltsqualität, zu der auch eine Toilettennutzung gehört. Die Sitzecken sollten kuschelig und sonnendurchflutet sein. Es sollte Schaukeln geben, aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Ältere. Die Schlossstrasse soll in dem Bereich des Platzes aus dem Verkehr herausgenommen werden. Um bestimmte Zufahrten zu gewährleisten, sind umlegbare Poller angedacht.
Wie soll das Gelände am Pumpenhausberg gestaltet werden? Zahlreiche interessierte Wiesenburger nahmen an der Ideenfindung und der Besichtigung vor Ort teil.