Für die Einwohner von Jeserigerhütten ist die Weihnachtsmann-Hütte in der Ortsmitte nicht mehr neu. Der freundliche Alte mit dem roten Mantel und dem Rauschebart, der seit mehr als zehn Jahren jeweils dort Quartier bezieht, ist im Flämingdorf eine feste Größe und gehört in der Vorweihnachtszeit zum Ortsbild.

Das Ensemble ist ein beliebtes Fotomotiv

In diesem Jahr wird das Ensemble, so empfinden es Anwohner, sogar noch häufiger als bisher zum Fotomotiv. Nicht nur, dass der Nachwuchs der Einheimischen große Freude daran hat. Immer wieder werden auch Autofahrer beobachtet, die anhalten, das Handy zücken und die Hütte ablichten - oder ihre Kinder für ein Foto mit dem Weihnachtsmann fix aussteigen lassen.
Birgitt Petzold aus Jeserigerhütten ist gewissermaßen die gute Seele des Weihnachtsmannes. Sie hat ihn geschaffen - mit einem Körper aus Stroh - und ihn angekleidet. Ehemann Andreas hat ihm wiederum ein Haus gebaut. Damit auch der Weihnachtsmann ein Dach über dem Kopf hat, Wind und Wetter ihm nichts anhaben können.

Weihnachtsmann Vorgänger und Hütte wurden einst gestohlen

Einige Jahre ist es mittlerweile her, dass in Jeserigerhütten jedoch Unvorstellbares geschah! Damals wurde des Weihnachtsmanns Vorgänger - samt Hütte - gestohlen. „Für uns war das gar nicht so lustig“, erinnert sich Birgitt Petzold.
Sie erzählt von jenem Morgen, als der Weihnachtsmann verschwunden war. Nur seine Stiefel lagen noch auf dem Dorfplatz. Weshalb sich die Eheleute auf den Weg zum Revierposten nach Wiesenburg machten. Um eine Diebstahlsanzeige zu stellen. Angekommen wurden sie gefragt, was gestohlen worden sei. Auf die Antwort - „unser Weihnachtsmann“ - folgte (alle Kinder hier bitte weghören) erst einmal ein schallendes Lachen. Damit die Anzeige aufgenommen werden konnte, brauchte es ein Aktenzeichen. Das war jedoch nur auf der Wache in Bad Belzig erhältlich - wohin der Vorgang gemeldet werden musste. Die Reaktion dort war nicht anders als auf der Wache in Wiesenburg. Und aufgeklärt wurde der Diebstahl auch nicht. Der Weihnachtsmann von Jeserigerhütten blieb verschwunden.

Birgitt und Andreas Petzold gaben sich nicht geschlagen

Als im Jahr darauf die Adventszeit begann, hatten Birgitt und Andreas Petzold für Ersatz gesorgt. Seitdem bezieht wieder pünktlich zum ersten Advent ein Weihnachtsmann in einer schmucken Hütte Quartier in der Ortsmitte. Mittels Radlader werden Mann und Haus jeweils dort hingefahren, mittels Radlader erfolgt nach dem Fest auch die Rücktour ins „Sommerquartier“. Und damit dem freundlichen Alten mit dem Rauschebart nicht wieder ein Unheil passiert, haben die Eheleute vorgesorgt.

Weihnachtsmann und sein Haus sind gut gesichert

Der Weihnachtsmann und sein Haus sind gut gesichert, einfach davontragen kann man ihn nicht mehr. Und, sein Domizil hat Anschluss an die Straßenbeleuchtung. Wenn es abends dunkel wird, geht im Weihnachtsmann-Haus das Licht an. So sitzt der Weihnachtsmann von Jeserigerhütten niemals im Dunkeln.
Sogar einen eigenen Briefkasten, der als Wunschzettelbox dient, hat er bereits. „Er wird regelmäßig geleert“, weiß Birgitt Petzold. Für brave Kinder liegen in der Weihnachtsmann-Hütte in diesem Jahr sogar Süßigkeiten zum Mitnehmen bereit.
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