1970 entstand diese Aufnahme des Niemegker Rathauses. Als Postkarte war sie später zum Preis von 25 Pfennigen erhältlich, wurde tausendfach gedruckt, verkauft und mit der Post befördert. Heute sind erhalten gebliebene Exemplare wie dieses unter Sammlern begehrt und werden schon um ein vielfaches teurer gehandelt. Das Niemegker Rathaus ist wohl das meist fotografierte Gebäude der Stadt. Nicht ohne Grund. Gehört es doch zu den bedeutendsten Renaissancebauten im Land Brandenburg.

Aus der Geschichte des Niemegker Rathauses

1373 wurde ein Rathaus in der Stadt Niemegk erstmals schriftlich erwähnt. Dieser Bau ging mitsamt der Kirche 1547 infolge kriegerischer Auseinandersetzungen in Flammen auf. Nur die Umfassungswände blieben erhalten. 23 Jahre dauerte der Wiederaufbau. Erst 1570 war das Rathaus in seiner heutigen Gestalt neu erstanden.
Mit dem Rat bezog eine Ratskellerwirtschaft ihr Domizil im Haus. Hier versammelten sich die Bürger in früheren Jahrhunderten, tauschten Rede und Gegenrede, und füllten durch Genuss von Speis und Trank so ganz nebenbei die Stadtkasse. 1926 begannen die ersten Bemühungen um eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes. 1933 konnten die dringend erforderlichen Arbeiten beginnen.
Das Dach, der Putz, die Gesimsabdeckungen und die Fenster wurden instand gesetzt bzw. erneuert. 1982/83 folgten abermals kleinere Instandsetzungsmaßnahmen. Damals erhielten die Giebelspitzen ihre ursprünglich Steinkugeln tragenden kleinen Türmchen zurück. 1999 begannen die Vorbereitungen für eine umfassende Restaurierung.

Einst und jetzt



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