Ein schöneres Geschenk zum 90. Geburtstag hätte es nicht geben können. Michael Borchhardt, Chef der Feuerwehr Grubo, im Gück. Ein Förderscheck des Innenministeriums des Landes Brandenburg über 250.000 Euro macht nun den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses möglich. Staatssekretär Markus Grünewald war gemeinsam mit Landrat Marko Köhler in den 177 Seelen Ort gekommen. Immerhin 40 Gruboer engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr des Dorfes, darunter auch zwei Frauen. Es gibt acht Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung, des Rest sind Aktive.

Bis Ende 2024 soll das neue Gerätehaus stehen

Das Gerätehaus in Grubo steht zentral im Ort, es ähnelt einer Garage. Viel Platz ist nicht, weder für die Ausrüstung, noch zum Umziehen. Und kalt ist es außerdem. Dies alles gehört nun bald der Vergangenheit an. Bis Ende 2024 soll das neue Gerätehaus stehen. Bei der Planung durch das Architekturbüro Paul&Störmer aus Treuenbrietzen wurde darauf geachtet, dass es ins Ortsbild passt, denn es soll nicht nur ein Feuerwehrgebäude werden. Auch ein Raum für Feierlichkeiten wird integriert. „Die multifunktionale Nutzung war uns wichtig“, so Michael Borchhardt.

Grubo mit w am Ende - der Scheck musste geändert werden

Markus Grünewald hatte die wunderbare Aufgabe, den Scheck zu überreichen. Obwohl dieser noch einmal korrigiert werden musste, denn es wurde versehentlich an Grubo ein „W“ angehängt. „Je kleiner der Ortsteil, je größer das Engagement“, stellte Grünewald fest. Denn zur Übergabe waren viele Einwohner und Kinder gekommen.
Auch der frischgebackene Landrat Marko Köhler war hocherfreut. „Jetzt sehe ich solche Termine mal aus einer anderen Perspektive“, schmunzelte er. Er ist froh, dass das Land die Freiwilligen Feuerwehren umfangreich unterstützt. „Ihr sorgt dafür, dass wir nachts ruhig schlafen können“, lobte er den Einsatz der Kameraden.
Auch Kreisbrandmeister Jens Heinze ist froh, dass der periphere Landbereich nicht vergessen wird. Immerhin gingen von 27 bewilligten Förderanträgen allein sieben in den Landkreis Potsdam-Mittelmark mit einem Volumen von etwa 2 Millionen Euro. Wiesenburgs Bauamtsleiterin und Stellvertreterin von Rathauschef Marco Beckendorf versprach, das Geld optimal einzusetzen. Die Gemeinde muss einen Eigenanteil aufbringen.

Staatssekretär Markus Grünewald genoss den Ausflug und ließ sich ein Glas Sekt nicht nehmen

Auf so eine freudige Botschaft wurde natürlich angestoßen. Die Kameraden hatten Sekt und Orangensaft vorbereitet. „Das ist besser als Innenausschusssitzungen“, lachte Markus Grünewald. Schon auf der Hinfahrt hatte er die schöne Landschaft mit den blühenden Rapsfeldern bewundert. Ein zweites Glas Sekt lehnte er jedoch ab. „Es ist nicht gut, wenn der Fahrer nüchtern ist und der Staatssekretär hinten Lieder singt“, schmunzelt er. Dafür feierten die Gruboer noch ein bisschen im Gemeindehaus. In hoffentlich zwei Jahren kann das dann im neuen Feuerwehrhaus geschehen.