Ein Großbrand ist am Donnerstagmorgen in einer Lagerhalle im Bereich des Industrieparks Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) ausgebrochen. Dort brennt zurzeit Elektroschrott. Das teile die Regionalleitstelle Brandenburg mit.

Amtliche Gefahrenmeldung für Umgebung

Die Leitstelle hat eine amtliche Gefahrenmeldung herausgegeben: Es kommt in dem Bereich zu einer starken Brandrauch- und Brandgeruchsausbreitung. Das Gebiet sollte gemieden werden, ruft die Leitstelle auf. Bewohner der Umgebung sollen Türen und Fenster geschlossen halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.
Das betroffene Gebiet sei weiträumig zu umfahren und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen, so die Leitstelle weiter. Weiter hieß es: Informieren Sie sich in den Medien, zum Beispiel im Lokalradio. Informieren Sie Ihre Nachbarn.
Warum es zu dem Brand kam, ist zunächst unklar. Der Alarm erfolgte um 6.19 Uhr. 80 Feuerwehrleute der Löschzüge aus Ludwigsfelde sind im Einsatz.

Die Gefahr besteht am Vormittag weiter

Die Lagerhalle hat eine Größe von 300 Quadratmetern. Wie zu erkennen ist, stehen 45 bis 50 Kubikmeter Elektroschrott jeglicher Art in Flammen, teilte die Leitstelle gegen 9.30 Uhr auf Nachfrage mit. Inzwischen haben die Feuerwehrleute eine Entrauchungsöffnung nach oben hin geschaffen, um besser an den Brandherd heranzukommen. Die Gefahrenwarnung für die Bevölkerung besteht aber weiterhin.

Entwarnung in Ludwigsfelde

Um 10.07 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden: Die Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle. Fenster können also wieder geöffnet werden. Die ersten Feuerwehrleute sind inzwischen abgezogen, andere blieben zur Überwachung von möglichen weiteren Glutnestern vor Ort, so der Lagedienst der Leitstelle. Verletzt wurde niemand. Anwesende Mitarbeiter der betroffenen Firma hatten das Gebäude am Morgen rechtzeitig verlassen können.
Neben den Kräften der Ludwigsfelder Feuerwehr waren auch Feuerwehrleute aus Großbeeren nachalarmiert worden. Zudem unterstützte die Werksfeuerwehr der Firma Mercedes-Benz die Löscharbeiten, deren Firmengelände sich in der Nähe befindet.
Insgesamt waren 20 Feuerwehreinsatzfahrzeuge und ein Rettungswagen im Einsatz. Es kam im unmittelbaren Umfeld des Brandortes im Industriegebiet zeitweise zu Straßensperrungen.