"Heute ist eine guter Tag für die Feuerwehren und für die Kameraden, die diese Fahrzeuge übernehmen", so der Landesbranddirektor Heinz Rudolph in der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz in Borkheide.

Zwei nagelneue und hochmoderne Einsatzfahrzeuge

Rechts und links von ihm stehen zwei nagelneue und hochmoderne Einsatzfahrzeuge im Wert von jeweils rund 225.000 Euro. Die Fahrzeuge sind unter anderem mit einem 1000 Liter Löschwassertank, einem 5000 Liter fassenden Faltbehälter, einer fest verbauten und einer transportablen Pumpe, mehreren hundert Metern B- und C-Schläuchen, einem Stromerzeuger, vier Atemschutzgeräten und Mitteln zur einfachen technischen Hilfeleistung ausgestattet. In der Kabine für die Besatzung haben wiederum neun Einsatzkräfte Platz. Der Ortswehrführer von Reetz, Steffen Teuber, und der stellvertretende Ortswehrführer von Ragösen, Dirk Rabach, nehmen später hinter den Lenkrädern Platz und steuern die Einsatzfahrzeuge in genannte Dörfer.

Fahrzeugübergabe in Borkheide

Doch der Reihe nach: An der Fahrzeugübergabe nahmen ferner Landrat Wolfgang Blasig, Dr. Sascha Dietel, der Referatsleiter 34 im Ministerium des Innern und für Kommunales, Potsdam-Mittelmarks Kreisbrandmeister Jens Heinze, Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang, Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf und zwei weitere Vertreter der Ortsfeuerwehren von Reetz und Ragösen teil.

Schlüsselübergabe nicht von Hand zu Hand

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird, wie bei vergleichbaren Anlässen sonst gewohnt, auf die Übergabe der Fahrzeugschlüssel von einer Hand in die andere verzichtet. Fahrzeugpapiere und Schlüssel liegen deshalb auf einem Stuhl vor dem jeweiligen Einsatzfahrzeug.
Das beide Fahrzeuge komplett durch den Bund finanziert wurden, freut nicht nur Landrat Wolfgang Blasig, sondern auch die Bürgermeister Leisegang und Beckendorf. Schließlich können die für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Löschfahrzeuge auch kommunal genutzt werden. Parallel dazu können sie für Einsätze auf Landes- und Bundesebene angefordert werden.

Fahrzeuge sind in den besten Händen

In der Presseerklärung des Landkreises heißt es dazu: "Sie sind Ersatzbeschaffungen für die KatSchutz-Fahrzeuge aus den 90er Jahren, die dem Land Brandenburg damals durch den Bund zur Verfügung gestellt wurden. Zirka 12 der damaligen Fahrzeuge sind inzwischen außer Dienst gestellt. Grund ist, dass sie nicht mehr repariert werden können. Potsdam-Mittelmark hat als erster Brandenburgischer Landkreis diese Fahrzeuge erhalten, da die ersten außer Dienst gestellten Altfahrzeuge auch aus PM kamen." Wolfgang Blasig dazu: "Ich bin froh, dass das Land so entschieden hat. Die Fahrzeuge sind hier in den besten Händen und die Ortsfeuerwehren gut ausgewählt." Dem schließt sich Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf an und erinnert an die großen Waldbrände und das Einsatzgeschehen in den Hitzesommern 2018/19.

Fahrzeuge gehen nach Reetz und Ragösen

Insgesamt werden von dieser Fahrzeugart 306 Stück produziert und an Feuerwehren in Deutschland verteilt. Nachdem die beiden Fahrzeuge von Bonn nach Borkheide überführt worden waren, wurden sie in der Einrichtung in Borkheide noch einmal gründlich überprüft und nachfolgend jeweils vier Kameraden aus beiden Ortsfeuerwehren an den neuen Autos eingewiesen. Vor Ort - in den Ortswehren in Reetz und in Ragösen - geht diese Arbeit jetzt weiter. Während in Reetz nach Aussage von Steffen Teuber knapp 45 Kameraden mit der neuen Einsatztechnik vertraut gemacht werden müssen, sind es in Ragösen nach Aussage von Dirk Rabach knapp 20 Kameraden. "Das ist eine große Herausforderung unter Corona Bedingungen", so Teuber und Rabach.