Seit 2018 steht Udo Schwarz in kommissarischer Funktion an der Spitze der Ortsfeuerwehr. „Davor war Fred Westphal Ortswehrführer“, sagt der 54-Jährige und erzählt, die Wehr vor der Amtsübernahme durch Westphal bereits einmal für einige Zeit kommissarisch geleitet zu haben. Bis der Nachwuchs aus den eigenen Reihen soweit ist, will Udo Schwarz daran festhalten. „Wir brauchen schließlich eine Verbindung zur Stadtwehrführung“, erklärt der Lübnitzer.

Ortsfeuerwehr gut erkennbar an rotem Tor und rotem Wetterhahn

Mitten im Dorf, gleich neben dem Bioladen des Lebensgutes Lübnitz, hat die Ortsfeuerwehr ihren Stützpunkt. Das rot lackierte Tor und der auf dem Dach montierte rote Wetterhahn sind für Ortsfremde deutlich sichtbare Zeichen, dass hinter dem großen Garagentor das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr stationiert ist.
Seit Mitte der 1970er Jahre hat die Ortswehr dort ihr Domizil. „Ich erinnere mich noch genau daran, wie der alte Stall in Eigenleistung zur Feuerwehrgarage umgebaut wurde. Damals hatte die Wehr noch doppelt so viele Mitglieder wie heute und Walter Zureck war Wehrführer“, berichtet Schwarz. Er selbst war noch ein Kind und hat das Baugeschehen aufmerksam verfolgt. Nicht ahnend, dass er Jahrzehnte später selbst einmal an der Spitze der Ortsfeuerwehr stehen würde.

Gründungsdatum der Lübnitzer Feuerwehr ist nicht bekannt

In diesem Zusammenhang zählt er die Namen der Männer auf, die die Geschicke der Ortswehr in den zurückliegenden Jahrzehnten geleitet haben. Es sind Paul Pflug, Walter Zureck, Bernhardt Lutze, Simon Hofmeister und Fred Westphal. Der Name des ersten Wehrführers und auch das Gründungsjahr der Wehr sind im Dorf hingegen nicht bekannt. Udo Schwarz kann diese Frage nur mit einem Kopfschütteln beantworten. Aber wer weiß, vielleicht stößt ein findiger Chronist der Region beim Stöbern in alten Archivunterlagen irgendwann auch noch auf das Gründungsdatum der Lübnitzer Feuerwehr. „Wir vermuten, dass unsere Feuerwehr Anfang der 1930er Jahre gegründet wurde“, so der 54-jährige Wehrführer weiter.

Spritzenhaus und Schlauchtrockenturm gehören zum Dorfbild und bleiben erhalten

Dann zeigt er auf das alte Spritzenhaus, welches in jenen Jahren entstanden sein dürfte. Es steht gegenüber des heutigen Feuerwehrstützpunktes, wenige Meter daneben steht der alte Schlauchtrockenturm. Beide Gebäude, wie auch das ausgediente Transformatorenhäuschen, sollen erhalten bleiben. „Sie gehören zum Dorfbild“, sagt der Lübnitzer Ortsvorsteher Robert Warnke, der ebenfalls aktiver Feuerwehrmann ist.
Aktuell hat die kleine Ortsfeuerwehr 20 Mitglieder. Zehn aktive und zehn in der Alters- und  Ehrenabteilung. Eine eigene Jugendabteilung gibt es hingegen schon seit einiger Zeit nicht mehr im Dorf. Interessierte Mädchen und Jungen aus Lübnitz haben stattdessen Gelegenheit, bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr von Bad Belzig mitzumachen. „Unsere Kinder sind dort sehr willkommen“, sagt Ortsvorsteher Robert Warnke. Diese und weitere Kooperationen werden mit den Ortsfeuerwehren in Werbig, Kuhlowitz/Preußnitz und Hagelberg/Glien gepflegt.

Lübnitzer Kameraden erhalten in naher Zukunft ein neues Einsatzfahrzeug

Demnächst erhalten die Kameraden der Ortsfeuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug. Auf die Sanierung ihres Gerätehauses hingegen müssen sie noch warten. Wenn es so weit ist, wollen die Kameraden auf jeden Fall wieder selbst mit anpacken. Bei der Gelegenheit richtet Udo Schwarz Dankesworte an die Kameraden, die immer einsatzbereit sind und das Gerätehaus sowie die Übungsfläche der Löschgruppe an der Hagelberger Straße - dorthin gelangt man durch den alten Gutspark von Lübnitz - stets in Ordnung halten.

FF Lübnitz


nicht bekannt
10 aktive Mitglieder, 10 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung
jeweils am ersten Freitag im Monat, für Kameraden die im Schichtdienst tätig sind, werden flexible Ausbildungszeiten angeboten
Mercedes LF 8, Baujahr 1969
2
Osterfeuer und Unterstützung von Dorffesten und weiteren Veranstaltungen im Ort und in Bad Belzig
zu den Übungsstunden der Ortsfeuerwehr, der Schulungsraum befindet sich im Gemeindehaus