Der Flächennutzungsplan für Brück wird aktuell überarbeitet. Zwölf Hektar Land können die Brücker Stadtverordneten mit einem neuen Flächennutzungsplan als zusätzliche Bauflächen ausweisen.
„Neben einem Bruchteil am Amtsgebäude betrifft dies vor allem die ausufernden Versiegelungen freier Natur direkt zwischen der Gartenstraße und dem Naturschutzgebiet Belziger Landschaftswiesen“, so Anwohner Max Lemke, der eine Unterschriftensammlung ins Leben rief. Mehr als 200 Unterzeichner haben sich dem bereits angeschlossen.

Unterschriftenliste an Brücker Amtsdirektor übergeben

„In Unterschriftenlisten zu einem Einwohnerantrag sprechen sie sich dafür aus, dass im Sinne einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zuallererst vorhandene Straßen und Flächen innerhalb der Ortslage Brück genutzt werden. Dadurch sollen wertvolle Freiflächen am Siedlungsrand, wie die oben benannte, westlich der Gartenstraße in Richtung des Naturschutzgebietes, erhalten bleiben“, erläutert Lemke. Diese werden von der Bevölkerung nämlich vor allem als Naherholungsgebiet für diverse Aktivitäten genutzt.

Anwohner Max Lemke hat neben Widerspruch Alternativen parat

Doch Lemke stellt sich nicht nur dagegen, sondern hat auch Alternativen parat. „Auf den Unterschriftenlisten werden bereits mehrere Alternativen für Entwicklungsflächen innerhalb der Brücker Ortslage angeführt.“
Und nicht zuletzt entspricht die Forderung der Brücker auch den Vorgaben des Landesentwicklungsplans für Berlin-Brandenburg, welche der Innenentwicklung Vorrang einräumt, um gerade die Natur im ländlichen Raum zur Naherholung und nachhaltigen CO2-Minimierung zu erhalten und eine Ausdehnung von Bauflächen in Freiräume zu vermeiden.
Die Unterschriftenlisten wurden als Zwischenstand Amtsdirektor Marko Köhler mit der Bitte übergeben, diese zu prüfen und sie an die Stadtverordneten weiterzuleiten.
„Wir danken allen Bürgern von Brück, die sich mit ihrer Unterschrift aktiv für den Erhalt der Freiräume am Naturschutzgebiet Belziger Landschaftswiesen einsetzen und freuen uns, weiterhin mit ihnen und vielen weiteren Brückern und Gästen bei Spaziergängen und Radtouren die Natur entdecken und erleben zu können. Ein Brücker Flächennutzungsplan darf nicht allein in Überlegungen zu neuen Wohnbauflächen enden, sondern soll viel mehr berücksichtigen, wie wir unsere Stadt insgesamt entwickeln wollen.“