Das Projekt Winterkirche in Görzke geht weiter. Die Organisatoren konnten neue Fördermittel akquirieren. Die Winterkirche gibt es seit 2017. Während dieser Zeit wurden die verschiedensten Veranstaltungen durchgeführt.

Bärbel Heinitz hat sich zurück gezogen

Jetzt hat sich Bärbel Heinitz, eine der früheren Organisatorinnen, aus Altersgründen zurückgezogen. Ihre Aufgaben übernehmen jetzt Cordula Birck und Beate Kirsche. Cordula Birck betreibt eine Töpferwerkstatt in Görzke. Sie hat Theologie und Latein studiert und ist Obermeisterin der Töpferinnung Berlin-Brandenburg. Beate Kirsche war bis August dieses Jahres Hochschuldozentin für Wirtschaftsspanisch und hat Romanistik und Geschichte studiert. Jetzt ist sie im Ruhestand.

Menschen miteinander verbinden

Das Ziel der Winterkirche ist, gerade in den kühlen und auch oft einsamen Wintermonaten den älteren Menschen aus Görzke und auch aus der Umgebung die Möglichkeit zu geben, sich mit anderen Menschen zu treffen und sich so geistig jung zu halten. Bei den Treffen können sie Neues dazu lernen und sich austauschen. „Aber das Programm ist nicht nur für ältere Menschen gedacht“, so Cordula Birck, „durch das abwechslungsreiche Programm möchten wir Menschen aller Generationen ansprechen.“ So soll der Dialog zwischen den Generationen gefördert und die Dorfgemeinschaft gestärkt werden.

Vorträge, Mitmachaktivitäten, Erzählcafé

Die Veranstaltungen sind eine Mischung aus Vorträgen, Mitmachaktivitäten und Erzählcafé. Es soll Neues entdeckt werden, aber die Menschen sollen sich und ihre Geschichte auch einbringen und so den anderen kennenlernen können.

„Die Liebe besingen“

Die erste Veranstaltung findet am 30. September um 18.00 Uhr in der Kirche Görzke statt. Die Kirche verfügt über ausreichend Sitzplätze. So können unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes bis zu 30 Personen Platz finden. Beim Ein- und Austritt gilt eine Maskenpflicht, Desinfektionsmittel sind vor Ort. Auf dieser ersten Zusammenkunft geht es um das Thema „Die Liebe besingen“. Und das nicht in der heutigen Zeit, sondern im Mittelalter. Dafür konnten die Organisatorinnen Cosima Hoffmann aus Berlin gewinnen. Diese hält seit 2006 viele Vorträge zur Geschichte des Minnesangs und gibt in unterschiedlichen Formationen Konzerte mit mittelalterlichen Instrumenten. Cosima Hoffmann spielt Harfe, Drehleiern und Dudelsäcke verschiedener Bauart. So werden die Gäste nicht nur geschichtliches erfahren, sondern die früheren Instrumente auch hören können. Zum Abschluss können diese natürlich aus der Nähe betrachtet und viele Fragen gestellt werden.

Geheimnisse der Weihnachtsgewürze

Am 21. Oktober geht es um die Geheimnisse der Weihnachtsgewürze. Jeder kennt Zimt, Anis, Koriander und Muskat. Aber wie kamen diese nach Europa? Und warum versetzen gerade diese in weihnachtliche Stimmung? Das weiß Britt Muschert. Die Kräuterpädagogin ist in der Region bekannt durch viele Kräuterwanderungen und Veranstaltungen. Jeder kann zu der Veranstaltung eigenes Weihnachtsgebäck oder auch sein Lieblingsrezept mitbringen. Außerdem wird gemeinsam Kräuterkaffee und Kräuterlikör hergestellt.

„Woher kommen wir“

Für den 25. November ist eine Veranstaltung mit dem Thema „Woher kommen wir“ geplant. Wie also kamen die Vorfahren nach Görzke, wie haben sie gelebt und die Gegend geprägt. Dazu wollen Cordula Birck und Beate Kirsche verschiedene Leute ansprechen, die dazu Auskunft geben können.

Weihnachtsfeier mit Eltern und Kindern

Den Jahresabschluss bildet eine Weihnachtsfeier mit Eltern und Kindern. Dabei stehen gemeinsames Basteln und das Lesen der Weihnachtsgeschichte in verschiedenen Dialekten im Vordergrund.
Auch für 2021 gibt es schon Ideen. Die Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben. In der Regel sind die Treffen jeden letzten Mittwoch im Monat zwischen September und Mai, jeweils ab 18.00 Uhr.